Zell im Wiesental Kindergarten: Eltern müssen bald mehr berappen

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Ohne Diskussionen ging die Erhöhung der Kindergartengebühren im Zeller Gemeinderat über die Bühne. Foto: Anja Bertsch

Zell (jab). Die Kindergartengebühren erhöhen sich in Zell zum 1. Januar 2022 um 6,4 Prozent. Demnach kostet ein VÖ-Platz für das erste Kind künftig beispielsweise 138 Euro im Monat. Ein Krippenplatz kostet 410 Euro.

Hintergrund der Erhöhung: Die Elternbeiträge müssen den Vorgaben zufolge zwanzig Prozent der Betriebskosten decken – tun das in Zell aber bei weitem nicht. Um die Zielmarke zu erreichen und die Anpassung für die Eltern gleichzeitig einigermaßen glimpflich zu gestalten, soll die Erhöhung über die nächsten drei Jahre hinweg gestreckt werden, in denen die Beiträge schrittweise um jeweils etwa fünf Prozent steigen.

Dieses Vorgehen war in einer früheren Sitzung bereits diskutiert worden, so dass der Beschluss der neuen Satzung am Montag reine Formsache war und der Zeller Gemeinderat die Vorlage ohne Diskussion einstimmig billigte.

Eine vom zuständigen Sachbearbeiter Karlheinz Keller in der Gemeinderatssitzung vorgelegte Übersicht zeigt, dass die Betreuung für Ü3-Kids in Zell auch nach der Erhöhung noch vergleichsweise günstig ist: Bei den Nachbarn in Schönau und Hausen zum Beispiel ist der VÖ-Kindergartenplatz mit 168 bbeziehungsweise 150 Euro einiges teurer. Noch markanter ist der Unterschied beim zweiten Kind: Während es für dieses in Zell mächtig Rabatt gibt (Kosten: 74,50), fällt er in Schönau (129 Euro fürs 2. Kind) und Hausen (124 Euro) bescheidener aus.

Anders sieht es bei den Kleinkindern aus: Mit 410 Euro Monatsgebühr bewegt sich Zell hier in etwa auf dem Niveau von Schönau (425 Euro) und deutlich über dem Hausener Satz (337 Euro). Und da es bei den Minis in Zell keinen Rabatt fürs zweite Kind gibt, liegt die Schwanenstadt in dieser Kinderkosten-Kategorie sogar an der Spitze – mit 410 Euro gegenüber 315 Euro in Schönau und 279 in Hausen.

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