Zell im Wiesental Mahnmal für den Frieden

Jürgen Wenk, Michaela Schenkewitz, Peter Kiefer (von links) und vorn kniend Ramona Oswald, die das Projekt von Seiten der VR-Bank begleitete.Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell (hjh). Im Juli 1946 wurde sie als „Mahnmal zur Wahrung des Friedens“ eingeweiht, heuer feiert die „Königin des Friedens“ mit Freunden und Gönnern ihren 75. Geburtstag: die Kapelle Maria Frieden, zu deren Bau der damalige Pfarrer Eugen Thoma gleich nach dem Zweiten Weltkrieg den Anstoß gegeben hat und die nach Plänen des Künstlers Hans Franke mit Steinen gebaut wurde, die von Schulkindern auf den Berg transportiert worden seien.

Peter Kiefer, Vorstandsmitglied der Seniorenakademie Zell und viele Jahre Mitglied des Pfarrgemeinderates in Atzenbach, arbeitet aktuell die spannende Geschichte der ebenso kleinen wie feinen Kapelle auf, die sowohl von Atzenbach als von Mambach aus über geteerte Wege zu Fuß (Höhendifferenz 150 Meter) in etwa einer halben Stunde zu erreichen ist. Daraus wird eine Broschüre entstehen, die anlässlich des Jubiläums der Kapelle zu haben sein wird.

Am Geld scheitert das Projekt ja nun nicht mehr. Denn dank tatkräftiger Mithilfe der VR-Bank Schopfheim-Maulburg, die auf Antrag der Seniorenakademie Hochrhein-Wiesental am 4. Februar 2021 ein Crowdfunding-Projekt startete, kann das Vorhaben von Projektleiter Kiefer umgesetzt werden. Locker wurde die beim Start angegebene Zielsumme von 1500 Euro nicht nur erreicht, sondern deutlich überschritten. Am Donnerstag konnte Peter Kiefer in Schopfheim von Prokurist Jürgen Wenk und der Zeller Geschäftsstellenleiterin Michaela Schenkewitz einen Spenden-Scheck einschließlich eines Zustupfs der Bank in Höhe von 515 Euro in Empfang nehmen, auf dem die imponierende Zahl 3850 Euro zu lesen stand. Mit dem Geld, sagen Peter Kiefer und die Bankvertreter, „wird die Erstellung der Broschüre finanziert.

Außerdem sollen die Mittel dazu beitragen, die Gestaltung des zur Kapelle führenden ‚Friedensweges‘ zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein sei, so Kiefer, die Montage von vier großen Hinweistafeln entlang des Weges geplant, auf denen unter anderem „das Thema Frieden und Zweiter Weltkrieg“ intensiv beleuchtet und unter die Lupe genommen werden soll getreu dem Motto der Crowdfunding-Aktion, das Eugen Thomas Idee vorgegeben hatte: „Damit Frieden bleibt im Tal!“

Peter Kiefer war „von der enormen Resonanz, die das Projekt landauf, landab bis weit über die Grenzen des Wiesentals hinaus gefunden hat, total überrascht.“ Er hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass so viel Geld in relativ kurzer Zeit – es waren drei Monate – zusammenkommen würde. Zeller und Mambacher Bürgerinnen und Bürger haben gespendet, aber auch ehemalige Wiesentäler, die durch die Aktion an den Bau der Kapelle und an die Ursache dieses Baus, den Krieg, erinnert worden sind. Sie werden nun bald Gelegenheit haben, die Geschichte des mahnenden Kirchleins in bebilderter Form zu erhalten. Und nicht nur das. Derzeit werde aus alten Filmen ein recht lebendiges Video zusammengebastelt, das u.a. über Youtube zu erhalten sein wird, versicherte Peter Kiefer.

Noch ein paar Zahlen: 103 Personen haben durchschnittlich 32 Euro zum Endbetrag von 3335 Euro gespendet. Die Bank hat dann ihren Beitrag von 515 Euro dazu gepackt.

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