Zell im Wiesental „Nicht viel, aber es wird besser“

Der Zeller Gemeinderat berät zu Beginn des nächsten Jahres den Haushalt 2021.Foto: Archiv Foto: Markgräfler Tagblatt

„Es wird etwas besser. Nicht viel, aber es wird besser“, stellte Daniela Burger fest, als sie den Gemeinderäten das Haushalts-Zahlenbündel schnürte, das die gewählten Volksvertreter mit nach Hause nehmen sollten, um dort ihren Satzungsbeschluss über die Feiertage vorzubereiten.

Von Hans-Jürgen Hege

Zell . Am 18. Januar 2021 geht’s dann in der ersten Sitzung des neuen Jahres praktisch um die Wurst. Dort erwarten die interessierten Bürger „belastbare Zahlen“ aller Bereiche und Haushaltsreden, zu denen sich die Fraktionsvorsitzenden traditionell ans Mikrofon stellen werden. Das jedenfalls kündigte Bürgermeisterstellvertreter Thomas Kaiser an, ehe er es Daniela Burger und Fabio Jenisch überließ, die bereits bei den Beratungen im Finanzausschuss diskutierten Zahlen noch einmal durchzuackern.

Einzahlungen aus Investitionstätigkeiten von 2,9 Millionen Euro stehen Auszahlungen von 3,98 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich einschließlich Tilgung von Krediten ein Finanzierungsmittelbedarf von 1,187 Millionen Euro. Der fließt in den Haushalt der Stadt mit ein, der sich in der Summe auf 13,567 Millionen Euro an Einzahlungen und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit auf 13,567 Millionen Euro beziehungsweise 13,963 Millionen Euro beläuft. Das, so Burger, ergibt ein Zahlungsmitteldefizit von 396 300 Euro und einen veranschlagten Finanzmittelbestand von 1,583 Millionen Euro. „Und da geht’s dann ganz konkret ans eingemachte Geld der Stadt“, betonte Daniela Burger und kam zum Schluss: „Nach jetzigem Stand kann der Ergebnishaushalt (minus 1 049 600 Euro) bei ordentlichen Erträgen von 1 4294 300 Euro und ordentlichen Aufwendungen von 15 343 900 Euro nicht ausgeglichen werden.

Trotzdem plane die Stadt unter anderem 60 000 Euro ins Betreute Wohnen, 124 000 Euro in die Jugend- und Sozialarbeit, 40 000 Euro in den Betrieb der Kindertagesstätten, 40 000 Euro in den Landschaftspflegeverein und den Tourismus zu investieren.

Im Forst rechne man aktuell mit einem Verlust von 211 000 Euro. Gebäudebewirtschaftung und Unterhalte von Grundstücken werden rund 1,1 Millionen Euro kosten, der laufende Straßenunterhalt ist mit 120 000 Euro kalkuliert und die Sanierung der Brücke Freiatzenbach, den Unterhalt der Wirtschaftswege sowie den Gewässerschutz Schuhlochbach (50 Prozent) will sich die Stadt 173 000 Euro kosten lassen. An wichtigsten Einnahmen rechnet die Stadt mit 815 000 Euro Grundsteuer A und B, 1,350 Millionen Euro Gewerbesteuer, 250 000 Euro Vergnügungssteuer sowie 506 700 Euro Benutzungsgebühren. Beim Friedhof werden die Einnahmen allerdings im Vergleich zum nun schließenden Haushaltsjahr um 14 900 Euro niedriger ausfallen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Stadt mit einem um 26 700 Euro auf 3,52 Millionen Euro gesunkenen Anteil an der Einkommenssteuer, einem Umsatzsteueranteil von 330 000 Euro, Schlüsselzuweisungen von 3,532 Millionen Euro (308 000 Euro weniger als 2020), einem um 5400 Euro höheren Familienleistungsausgleich (274 300 Euro) und einem deutlich gestiegenen Kindergartenlastenausgleich (plus 99 600 auf 681 100 Euro) kalkuliert, gleichzeitig aber damit rechnet, dass sich die Gewerbesteuerumlage um 131 300 Euro, die Finanzausgleichsumlage um 7300 Euro auf 1 922 200 Euro zunimmt und sich die Kreisumlage „nur“ um 1700 Euro auf 2 791 900 Euro erhöht.

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