Zell im Wiesental Noteknacker legen Pause ein

Von Verena Wehrle
Die Zeller Noteknacker hören noch lange nicht auf. Foto: zVg

Es ist ruhig geworden um die Zeller Noteknacker. Doch entgegen vieler Gerüchte macht Michael Klauser, der musikalische Leiter der Guggemusik, klar, dass der Verein sich nicht auflöst.

Von Verena Wehrle

Zell. Während der Corona-Hochphase litt der Verein unter Mitgliederschwund. Man habe zwar weiter geprobt, doch für viele hätte das Ziel gefehlt, weil unklar war, wann der nächste Auftritt sein wird, so Klauser. Die Prioritäten hätten sich dann verschoben. Kürzlich haben dann fünf Mitglieder aufgehört, aus 20 wurden 15. Die Folge: Die Musiker konnten auf Trompete und Posaune nicht mehr zweistimmig spielen. Nun brauchen die Musiker der zweiten Stimmen Zeit, um die erste Stimme zu erlernen. Das wiederum bedeutet: Die Notenknacker pausieren in der Fasnacht 2022/23 musikalisch, um sich umzustrukturieren, so Klauser. „Diese Fasnacht sieht man uns nur, man hört uns nicht“, sagt der musikalische Leiter, der den Takt und die Einsätze angibt.

„Wir werden dennoch unterwegs sein, um zu zeigen, dass es uns noch gibt.“ Einige Änderungen stehen an, vor allem, um den Verein auch für potentielle Neumitglieder wieder attraktiver zu machen. Der große Vorstand soll in ein kleineres Gremium umgewandelt werden. Geprobt wurde einst fast das ganze Jahr hindurch, Woche für Woche. Künftig wollen die Musiker nur noch von September bis Weihnachten alle zwei Wochen proben. Danach – um sich auf die Fasnacht vorzubereiten –  jede Woche.

Früher waren die Notenknacker den kompletten November jedes Wochenende für Auftritte unterwegs, nach Dreikönig ging es genauso weiter. Doch auch dies soll reduziert werden, wie Klauser betont: „Wir konzentrieren uns künftig auf die Hauptfasnacht in Zell.“

Die einzige Zeller Guggemusik würde fehlen, viele hätten bereits ihr Bedauern ausgedrückt. Auch die Fasnachtsgesellschaft Zell finde es schade, so Klauser. Die Stadtmusik habe dem Verein bereits Unterstützung zugesagt. „Das tut gut“, freut sich Klauser darüber, dass die Zeller Vereine zusammenhalten. „Für uns ist das Ziel, dass wir den Verein nicht auflösen müssen“, betont der Musiker, der wie einige andere mit viel Herzblut schon von klein auf dabei ist.

Auf einem Fest wollte die Truppe eigentlich ihr neues Kostüm vorstellen. „Doch wir können die Bewirtung gar nicht stemmen.“ Somit wird das Kostüm beim nächsten Auftritt präsentiert.

Zuversichtlich blickt Klauser trotzdem in die Zukunft: „Das Zeller Fasnachtsmotto ’Wir höre nit uf’ passt jetzt perfekt zu uns, und wir sind eine gute Truppe und auf einem guten Weg.“

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