Zell im Wiesental Rüstzeug für Führungen erwerben

Raus in die Natur.                         Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

2016 wurde das „Biosphärengebiet Schwarzwald“ von der Landesregierung ausgewiesen, ein Jahr später hat die UNESCO die 63 000 Hektar umfassende Fläche zwischen Kappel (bei Freiburg), Schopfheim, Albbruck und Schluchsee, auf der 38 000 Menschen leben und arbeiten, als „Reservat“ anerkannt.

Von Hans-Jürgen Hege

Zell. Und nun legen die Initiatoren der „Modellregion für ein ausgeglichenes Zusammenleben von Mensch und Natur“ in Kooperation mit dem Institut für Bildung und Management (IKS) in Zell noch eine Schippe drauf.

Um dem Auftrag, Mensch, Natur und Kultur in Einklang zu bringen, Nachdruck zu verleihen, wird eine umfassende Ausbildung zum „Biosphären-Guide“ angeboten. 92 Unterrichtseinheiten sind dafür vorgesehen. Die beginnen in den Osterferien, werden in den Sommerferien sowie an Wochenenden ab 18. Juni fortgesetzt und enden mit praxisorientierten Prüfungen und einer Abschlussfeier am 30. Oktober 2021.

 Zum Auftakt wird es am 7. Dezember, 20. Januar und 10. März Infoabende geben. Die erste Runde ist ab 18 Uhr „online“ vorgesehen, die beiden nächsten Termine sollen ab 18 Uhr vor Ort in der Constanze-Weber-Gasse 1 in Zell stattfinden. Anmeldungen sind erforderlich und können per E-Mail an info@iks-zell.de oder unter Tel. 07625 / 918837-0 erfolgen. Weitere Infos werden vom heutigen Samstag an auf der Website www.iks-zell.de zusammen mit einem Flyer zum Download zur Verfügung gestellt.

 Biosphärengebiets-Geschäftsführer Walter Kemkes und Christine Zeller, die Leiterin des Zeller Institutes, stellten ihr Projekt am Donnerstag im coronakonformen Pfarrsaal vor. Sie erwarten zur ersten Auflage dieser neuartigen Ausbildung 15 bis 20 Menschen jeden Alters, die zwar keine besonderen Voraussetzungen erfüllen müssen, dafür aber Freude an der Natur, an der „einzigartigen Landschaft mit großem Artenreichtum und kultureller Vielfalt“ haben, gerne bei jedem Wetter draußen sind und sich in der Lage fühlen, ihr Wissen und ihre Begeisterung mit ihren Mitmenschen zu teilen.

„Das Rüstzeug dazu geben wir ihnen im Rahmen unseres Ausbildungsprogramms mit sehr vielen fachlich kompetenten Referenten mit“, verspricht Christine Zeller jungen Erwachsenen, Studenten, Auszubildenden, Selbstständigen und Senioren, die sich „durch Wissbegierde und Offenheit auszeichnen und den Drang dazu verspüren, Menschen unterschiedlichen Alters durch die Landschaft zu führen.“

 Im Visier haben die Organisatoren Touren mit Kindern, Erwachsenen und Senioren zu Themen wie „nachhaltige Entwicklung, Landwirtschaft, Ornithologie. Sie betonen, dass sich die Investitionen in Zeit und Kursgebühren (450 Euro für das komplette Programm) schnell auszahlen werden. „Das Interesse an Führungen ist riesig“, versichert Walter Kemkes und erinnert daran, dass die Führungen mit den Biosphären-Rangern praktisch ständig ausgebucht seien. Schließlich beschränken sich die Anfragen nicht nur auf Deutschland, sondern kommen mittlerweile aus ganz Europa, weshalb es durchaus nicht schaden könnte, wenn unter den künftigen Guides Männer und Frauen sind, die Fremdsprachen beherrschen.

 Die Ausbildungsmodule können als Rüstzeug auch für die später mögliche „Selbstvermarktung“ dienen. Grundlage des Curriculums sei der Europäische Qualifikationsrahmen, der „Vergleichbarkeit auf europäischer Ebene“ schaffen soll. Die Module: Biosphärengebiet Schwarzwald, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ökologie, Naturschutz und Landnutzung, Kultur und Geschichte, nachhaltige Regionalentwicklung, Exkursionsdidaktik und Methodik, Natur- und Erlebnispädagogik, Grundlagen zur Organisation von Führungen, ein Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs, Werbung und Versicherung. Am Ende erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.

 Die Termine: 6. bis 8. April 2021, 2. bis 4. August 2021 (Oster- und Sommerferien) und an folgenden Wochenenden: 18. / 19. Juni, 17. / 18 September, 8. / 9. Oktober und 29. / 30. Oktober.

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