Zell im Wiesental Sanierung der Rohre alleine reicht nicht

Trinkwasser.Foto: Archiv Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell (hjh). „Wir hatten uns das einfacher vorgestellt, sind aber jetzt sehr froh, dass wir nun soweit sind“, kommentierte Pfaffenbergs Ortsvorsteher Harald Fritz die wohlwollende Kenntnisnahme der Ratsmitglieder, die darauf hindeutet, dass einer Vergabe der Arbeiten zur Sanierung der drei Quellleitungen zwischen Käsern und Pfaffenberg in der nächsten Gemeinderatsitzung am 27. Juli für voraussichtlich 230 000 Euro nichts mehr entgegensteht.

Planer Stefan Scheurer war zum Sachstandsbericht in der Stadthalle angetreten, um dem Gremium die Notwendigkeit der Erneuerung von drei Quellfassungen, der Quellwassertransportleitungen sowie des Quellsammelschachtes zu erläutern. Pfaffenbergs „Enge-Quellen“ rückten 2018 ins Rampenlicht, als die Bevölkerung nach längerer Trockenheit von der Stadt mit Wasser auf Lastwagen versorgt werden mussten. Untersuchungen im Jahr danach hätten ergeben, dass die Wasserversorgung des Dorfes nicht der Trockenheit angelastet werden konnte, sondern dass Wurzelgeflecht in die Leitungen eingedrungen war und zwei von drei Quellfassungen trocken gelegt hatte.

Laut Bürgermeister Peter Palme steht fest, dass eine Sanierung der Rohre alleine nicht in Frage komme. Eine Komplettsanierung sei notwendig, um weitere Schäden zu vermeiden. Deshalb habe man im Wirtschaftsplan der Stadtwerke 230 000 Euro für die Maßnahme vorsehen müssen. Inzwischen seien die Arbeiten vom Planungsbüro ausgeschrieben worden, und am 27. Juli müsse der Gemeinderat über die Auftragsvergaben entscheiden, damit die Arbeiten wie vorgesehen Mitte August nach den Bauferien zügig beginnen können.

Werner Ganter (CDU) erinnerte daran, dass die Quellfassungen zum großen Teil auf Privatgrundstücken liegen und wurde beruhigt: „Die Vorgehensweise zur Sanierung ist weitestgehend geregelt.“ Und die Bäume, deren Wurzeln mit ursächlich für die Beschädigungen waren, sind bereits gefällt. Also konnte auch Werner Ganter froh sein, „dass die Sache nun endlich läuft“, auch wenn zusätzliche Hindernisse berücksichtigt werden müssen, weil einige Arbeiten in einem Biotopbereich stattfinden und deshalb „verschiedene naturschutzrechtliche Belange berücksichtigt werden“ müssen.

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