Zell im Wiesental SG Zell befindet sich auf einmaliger Erfolgsspur

Markgräfler Tagblatt, 15.03.2015 23:02 Uhr

Zell. Die erste Mannschaft der Bogenschützen der SG Zell durfte Anfang März in die Relegation zur Regionalliga, nachdem sie in diesem Jahr den ersten Platz in der Verbandsliga belegt hatte.

Der Wettkampf im saarländischen St. Ingbert lief zunächst nur mittelmäßig für die Schützen unter Trainer Robert Gutmann. Dann aber drehten die Schützen Kai Kiefer, Ute Rapp, Felix Laile, Elisabeth Keßler und Felix Fuhrler auf und sicherten sich nach Brochenzell den zweiten Aufstiegsrang. Damit steigt die Schützengesellschaft zum ersten Mal in eine so hohe Liga auf. Die Regionalliga ist die dritthöchste Liga der Bogenschützen in ganz Deutschland. Durch den Umstand, dass die erste Mannschaft aus der Verbandsliga aufsteigt, darf die zweite Mannschaft aus der Südbadenliga in die Verbandsliga aufsteigen.

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Nur eine Woche später fand die deutsche Meisterschaft im Bogenschießen statt. Hier wird nicht in der Mannschaft, sondern einzeln geschossen. Ins schwäbische Bieberach an der Riß reiste die SG Zell mit drei Schützen und neun Betreuern an. In der Damenaltersklasse gingen Altmeisterin Sylvia Woywod und Ute Rapp an den Start und erreichten nach einem guten Wettkampf die Plätze 20 und 17. In der Damenklasse war es Elisabeth Keßler, die eine fantastische Leistung zeigte und mit 557 Ringen den vierten Platz erreichte.

In der Schützenklasse und der Damenklasse wird ein Wettkampf geschossen, die sogenannte Qualifikationsrunde. Wer hier unter die ersten 16 kommt, zieht ins Finale ein, das dann nach einem KO-System geschossen wird. Im Achtelfinale hatte Elisabeth Keßler keine Probleme und gewann souverän mit 7:3. Im Viertelfinale hatte Ihre Gegnerin aus Reutlingen keine Chance und wurde mit 6:0 in die Schranken verwiesen. Im Halbfinale gegen Isabel Kühl, die ringzahlenmäßig in der Qualifikationsrunde den ersten Rang belegte, konnte sich Elisabeth Keßler nur geschlagen geben und zog damit in das kleine Finale um Platz drei ein.

Hier ging es sehr eng zu. Gegen Simone Herd stand es nach fünf Sätzen immer noch unentschieden. Nun musste ein Stechen her. Nur ein Schuss wird geschossen und dann der Abstand zum Zentrum der Scheibe ausgemessen. Hier schossen beide eine neun, jedoch war der Pfeil der Schützin aus Zell einige Beiwerte schlechter und erreichte somit Rang vier.

Die Trainer der drei Schützen, Siegfried und Sven Woywod und Robert Gutmann, zeigten sich erfreut von den hervorragenden Ergebnissen und lobten die Schützinnen, die klasse Leistungen aufgeboten hätten. Nun heißt es für die Zeller Bogenschützen, sich auf die Sommersaison vorzubereiten, die am 1. Mai auf dem Zeller Bogenplatz mit den Vereinsmeisterschaften beginnt.