Zell im Wiesental SPD: „Müssen weiter arbeiten“

Markgräfler Tagblatt, 21.01.2014 23:03 Uhr

Zell (pele). Als erfreulich bewertete SPD-Fraktionssprecher Thomas Kaiser in seiner Haushaltsrede die finanzielle Entwicklung Zells. Man habe wieder einen gewissen Spielraum für Investitionen.

Die Bevölkerungszahlen hätten sich im vergangenen Jahr entgegen den Prognosen positiv entwickelt. Das Schaffen von Wohnraum und Arbeitsplätzen, eine gute Infrastruktur und attraktive Freizeitangebote seien Garanten dafür, einem Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken. „Hieran müssen wir weiter arbeiten“, sagte Kaiser.

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Ein großes Entwicklungspotenzial biete sich auf dem Bahnhofsareal. Für die dort vorgesehene Wohnbebauung liege ein Planungsentwurf bereits vor. Die günstige Lage direkt an der S-Bahn verspreche attraktiven Wohnraum.

Kaiser freute sich, dass auch 2014 sämtliche Freiwilligkeitsleistungen der Stadt wie Zuschüsse an Landwirtschaft, Tourismus und Vereine aufrecht erhalten werden können. Die Konjunkturaussichten für die nächsten beiden Jahre seien gut, was sich auch positiv auf die Städte und Gemeinden niederschlagen dürfte. Mittelfristiges Ziel müsse es sein, die Verschuldung der Stadt gerade in finanziell guten Zeiten weiter abzubauen.

Sinnvoll sei es, weitere 20 000 Euro im Bereich Stadtmarketing für den Schwanenweiher einzuplanen. Im Frühjahr rechne man fest mit der Ansiedlung von zwei Schwänen, sagte Kaiser.

Bei der Planung der Stadthallensanierung seien alle Nutzer wie Schulen, Sport- und Kulturvereine berücksichtigt worden. „Hier konnte fraktionsübergreifend eine gute Lösung gefunden werden“, meinte Kaiser. Positiv zu sehen seien auch die Sanierung der Garten- und Schulstraße, die Unterstützung der Aussegnungshalle in Gresgen, die Planung der Feuerwehrgarage in Atzenbach, die Planung eines Gewerbegebiets in Mambach und das Vorantreiben der Breitbandversorgung im Zeller Bergland.

Claudia Dolzer, Co-Fraktionssprecherin der SPD, ging in ihrer Haushaltsrede auf weitere wichtige kommunalpolitische Bereiche ein. Die Investitionen ins Zeller Freibad würden zeigen, „wie wichtig uns der Erhalt des Freibads ist“, so Dolzer. Von größter Bedeutung sei es, dass auch künftig ein möglichst hoher Anteil der jährlichen Freibadverluste durch die Gewinne aus der Wasserkraft ausgeglichen werden. Bei der geplanten Verpachtung der Wasserkraftwerke müsse ein möglichst hoher und an die Energiepreisentwicklung angekoppelter Pachterlös erzielt werden. Als positiv wertete Dolzer die Senkung der Abwassergebühren um 34 Cent pro Kubikmeter.

Sehr gut entwickelt habe sich die Situation in der ehemaligen Wiesentalklinik sowie die Angebote im Bereich Kindergärten und Kleinkindbetreuung. Auf die Agenda müsse man nun das Thema Ganztagsgrundschule nehmen. Bei den Schulen zeichne sich ein „Zeller Weg“ ab, dessen Kernstück der Erhalt der Realschule, allerdings mit neuen Lernformen, sei.