Zell im Wiesental Spende für Musikerkollegen

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Das Vereinsheim der Fanfaren-Trompeter in Erfstadt wurde durch die Flutkatastrophe fast komplett zerstört. Foto: zVg

Zell. Im Juli vergangenen Jahres eröffnete der Fanfarenzug Zell als Ersatz für das wegen Corona ausgefallene Städtlifest seine Grillhütte in der Innenstadt. Kurz davor war das Rhein-Mosel-Gebiet von einer Flutkatastrophe heimgesucht worden. Für die Fanfarenzügler war sogleich klar, dass der Erlös dieses Grillwochenendes an Betroffene gespendet wird.

Inzwischen konnte zusammen mit dem Landesverband der Spielmanns- und Fanfarenzüge in Baden-Württemberg mit dem Fanfaren-Trompeter Erfstadt ein betroffener Musikverein ausfindig gemacht werden, der durch das Hochwasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Erfstadt liegt im Rheinland in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Euskirchen und wurde von der Flut erheblich betroffen. Das Vereinsheim der Fanfaren-Trompeter wurde durch die Flut fast komplett zerstört. Nicht nur die Außenanlagen sind kaputt, das ansonsten kleine, rund 100 Kilometer lange Flüsschen Erft füllte das ebenerdige Vereinsheim mit seiner stinkenden braunen Brühe etwa eineinhalb Meter hoch.

Dabei wurden praktisch alle gelagerten Instrumente, Noten, Uniformen, die Veranstaltungstechnik, das Inventar sowie die Vereinschronik zerstört oder erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Das komplette Vereinsheim musste entkernt werden, sprich sämtliche Böden, Decken, Wandverkleidungen sowie Schränke wurden rausgerissen, damit das Mauerwerk trocknen konnte.

In Telefongesprächen mit den Verantwortlichen der Erfstädter Musiker erfuhr der Vorsitzende des Zeller Fanfarenzugs, Frank Hutschenreuter, dass der geplante Wiederaufbau des Vereinsheims mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen wird.

Diesen Aufbau hat der Fanfarenzug Anfang des Jahres mit einer Spende von 1000 Euro unterstützt, verbunden mit der Hoffnung, dass die Erfstädter Fanfaren-Trompeter, die wie der Zeller Fanfarenzügler ihren Ursprung in der Fasnacht beziehungsweise dem Karneval haben, bald wieder in ihrem Vereinsheim proben können.

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