Zell im Wiesental Wandel in der Automobilindustrie ist ein Kraftakt

Rainer Stickelberger. Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell. Durch die abflauende Konjunktur bei der Automobilindustrie wird auch für Zulieferer das Klima rauer. Welche Auswirkungen dies für den Standort Zell des Stuttgarter Automobilzulieferers Mahle hat, beschäftigt auch den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger. Er traf sich mit Vertretern des Unternehmens, darunter Werksleiter Hubert Philipp und Thomas Keller, Betriebsratsvorsitzender des Standorts.

Mahle gehört mit seinen 160 Produktionsstandorten und 80 000 Mitarbeitern weltweit zu den Top 20 der Automobilzulieferer. In Zell produziert das Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeitern vor allem Ventil-Komponenten für Verbrennungsmotoren mit eigener Werkstoffentwicklung.

Nach der guten Auftragslage der vergangenen Jahre gingen die abschwächende Konjunktur, die weltweiten handelspolitischen Unsicherheiten sowie die laufende Transformation in der Automobilindustrie auch an Mahle nicht spurlos vorbei, heißt es in einer Pressemitteilung von Rainer Stickelberger.

Was das konkret für die Arbeitnehmer und für die Wettbewerbsbedingungen bedeute, wollte Stickelberger wissen. Der Landtagsabgeordnete betonte, dass die SPD schon immer intensive Kontakte zur Autoindustrie gepflegt habe und von den unvermeidlichen Umstrukturierungen der Branche ein differenzierteres Bild als manch andere Partei habe. In Zell stelle man sich, so erfuhr der Abgeordnete, in Abstimmung mit dem Betriebsrat auf eine schärfere Wettbewerbssituation ein. Auch Stickelberger hielt fest: „Viele Arbeitsplätze können durch Weiterqualifikation in Zukunftsarbeitsplätze umgewandelt werden. Da ist viel machbar, aber nicht alles lösbar.“

Der Mahle-Konzern verfolge eine duale Strategie: die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors und parallel die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. „Nur auf die E-Mobilität zu setzen, ist ein Irrweg“, befand auch der SPD-Abgeordnete und verwies auf viele ungeklärte Herausforderungen.

Den nötigen Transformationsprozess in der Automobilbranche sieht auch Betriebsratschef Thomas Keller. Er fordert ein Bekenntnis zur Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland. Auch für Stickelberger ist klar: „Da ist auch die Politik gefordert.“

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