Zell im Wiesental Weiterbildung für jedes Alter

Zu Besuch (von links): Rainer Stickelberger mit Miriam Zeller (Volkswirtin, Verwaltung), Christine Zeller (Institutsleitung) und Andreas Müller (Vorstandsmitglied Seniorenakademie. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell. Ein Flyer, der bei der Regionalkonferenz „Quartier 2020“ im Landratsamt auslag, war der Auslöser: der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger wurde auf die Seniorenakademie Hochrhein-Wiesental aufmerksam. Jetzt besuchte er laut Pressemitteilung den frisch gegründeten Verein. Informieren konnte er sich dabei auch gleich über das Institut für Bildung und Management (IKS), die Fernhochschule SRH und das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW (LNWBB). Denn alle Angebote laufen in Zell bei Christine Zeller zusammen und entstanden aus Ideen von Peter Kiefer. „Unglaublich, was hier geschaffen wurde“, staunte Stickelberger.

Bei IKS-Geschäftsführerin Zeller laufen alle Fäden zusammen – sowohl organisatorisch als auch räumlich. Alle Projekte sind in den Räumen der IKS in der Constanze-Weber-Gasse angesiedelt und werden von Zeller, inzwischen unterstützt von Tochter Miriam, gemanagt. „Das passt auch thematisch, denn bei allen geht es um (Weiter-)Bildung, aber auch um Vernetzung“, befand Stickelberger.

Teilnehmer auch aus der Schweiz

Den Anfang machte das schon 1998 von Peter Kiefer und Rudi Rümmele gegründete IKS. Hier bieten inzwischen 100 Honorardozenten aus der Praxis 240 Kurse an für pädagogische Fachkräfte und zu einem kleineren Teil für Fachkräfte aus dem Bereich Gesundheit und Pflege. Wichtig ist Zeller, dass keine Konkurrenzveranstaltungen angeboten, sondern Nischen besetzt und Vernetzungen geschaffen werden. Im vergangenen Jahr zählte die IKS in Zell 1900 Teilnehmer aus Baden-Württemberg und der Schweiz.

Die IKS kooperiert auch mit der SRH, die ein Hochschulstudium unabhängig vom Wohnort und begleitend zu Beruf oder Familie ermöglicht.

Im Studienzentrum in Zell können die Studierenden ihre Prüfungen und Präsenzveranstaltungen absolvieren.

„Wir wollten das vor Ort haben, damit man aus dem Dreiländereck nicht nach München oder Stuttgart fahren muss“, berichtete Zeller. Von IKS und SRH profitiert auch die Stadt Zell, wie Müller betonte, da die Studierenden – nicht selten mit Familie - dann in Zell übernachten und sich verpflegen.

Die LNWBB Zell wiederum gehört zu einem Netzwerk aus 140 Beratungsstellen im Land, die jedem eine individuelle und trägerneutrale Orientierung in der unübersichtlichen Fülle an beruflichen und allgemeinen Weiterbildungsangeboten anbieten.

„Unser jüngstes Kind ist“, so Zeller, „die Seniorenakademie“ als Bildungs- und Mitwirkungsangebot für die in nun Rente gehenden, noch fitten Baby-Boomer-Jahrgänge mit „Referenten auf höchstem Niveau“ (Müller).

Auch aus den Reihen der eigenen Vereinsmitglieder werden Referenten gewonnen, gemäß dem Akademiemotto: „Altern lernen – Lernen im Altern – Lernen vom Alter“.

Während viele „mit dem Ruhestand in ein Loch fallen“ (Stickelberger), soll hier die dritte Lebensphase aktiv gestaltet werden.

Der SPD-Abgeordnete bedankte sich für die geballte Information bei Christine und Miriam Zeller, Nicole Brutschin (Leiterin des Seniorenzentrums) und Andreas Müller (Vorstandsmitglied der Seniorenakademie). „Ein höchst spannende Entwicklung, die man in einem kleineren Ort wie Zell kaum erwartet“, staunte Stickelberger.

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