Zell im Wiesental Wichtiger Baustein im Stadtmarketing

Nicht zu übersehen waren die Freude und die gute Stimmung der Gäste, die sich am Donnerstagabend zur Eröffnung der Constanze-Mozart-Bibliothek in den erst kürzlich bezogenen Räumen des Zeller Tourismusbüros in der Kirchstraße 11 trafen – ging es bei dieser Begegnung doch um eine erfreuliche Sache.

Von Paul Berger

Zell. Sichtlich glücklich zeigte sich auch Mike Kiefer, Vorsitzender des Zeller Bergland-Tourismus: „Wir sind froh, dass uns der Umzug des Tourismusbüros bestens gelungen ist“, betonte er. Dankesworte richtete Kiefer an Bürgermeister Peter Palme und die Stadt Zell sowie an den neuen Vermieter Bernhard Schmid, die diesen Wechsel möglich gemacht haben.

Palme nannte die Veränderung einen wichtigen Baustein im Rahmen des Zeller Stadtmarketings. Seit längerem schon habe man sich um eine neue Bleibe für das Tourismusbüro bemüht. Mehrere Möglichkeiten wurden angedacht und ins Auge gefasst, unter anderem auch die Unterbringung im Kubus des Rathauses, doch dieser Gedanke sei schnell wieder verworfen worden.

Ein Herzstück Zeller Kulturgeschichte

Das im Januar frisch bezogene Domizil in der Kirchstraße bietet nicht nur freundliche und helle Büroräume. Hinzu kommt ein großflächiges Schaufenster, das sich besonders für die Ausstellung von Bildern eignet. Auch Hausherr Bernhard Schmid ist vielen Zellern als begeisterter Hobby-Fotograf bekannt, erfreut die Menschen gerne mit seinen Bildern.

Ein wertvolles Kleinod, in dem zweifelsohne ein Herzstück Zeller Kulturgeschichte schlummert, ist die neu eingerichtete Constanze-Mozart-Bibliothek. In zwei Vitrinen-Schränken befinden sich aktuell 200 Bücher und Schriften, die sich mit der Geschichte und dem Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und seiner Gattin Constanze Mozart, geborene Weber, befassen.

Die meisten dieser Werke wurden von Erzählerin und Heimatforscherin Heidi Knoblich erfasst und zu einer kleinen Bibliothek zusammengetragen. Viele der dort gesammelten Schriften stammen aus dem Fundus von Hofrat Professor Günther Bauer, dem ehemaligen Rektor der Universität Mozarteum in Salzburg.

Sowohl die Bücher als auch die Vitrinenschränke wurden von Professor Bauer gespendet. „Hier hat sich zusammengefunden, was zusammenpasst“. Mit diesem abgewandelten Spruch von Willy Brandt anlässlich der deutschen Wiedervereinigung lobte Bernhard Schmid die neu geschaffene Einrichtung, die gleichzeitig die Herzlichkeit der Zeller gegenüber ihren Gästen unterstreiche. Schließlich, so Schmid, sollten sich Besucher und Gäste in der Schwanenstadt willkommen fühlen.

Spendenschecks von Vereinen

Dazu passten auch die von Bürgermeister Palme bekanntgegebenen aktuellen Übernachtungszahlen für 2019. Diese erhöhten sich im vergangenen Jahr um 400 auf 18 500 Gästeübernachtungen. „Wir haben nicht nur gute Luft zu bieten“, zeigte sich der Gemeindechef recht optimistisch, „es gibt auch noch Luft, um diese Zahlen weiter nach oben zu steigern“.

Ohne Blumen, aber mit einem ansehnlichen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro waren Thomas Döbele und die Freunde des Zeller Textilmuseums erschienen, um sich beim Tourismusverein für die stets erfahrene Unterstützung zu bedanken. Eine Spende über 500 Euro hatte Michael Gehri als finanziellen Zustupf des Zeller Bürgervereins mitgebracht. Originell war auch das Geschenk von Georg Staudenmayer von der alten Schmiede Mambach, der einen kunstvoll geschmiedeten Prospekthalter überreichte.

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