Zell im Wiesental Wiedererstarken der SPD in Zell

Markgräfler Tagblatt
SPD-Mann Olaf Scholz als Kanzler? Wenn es nach den Wählern in Zell geht, darf man diese Frage durchaus mit Ja beantworten. Die Sozialdemokraten haben in der Schwanenstadt die CDU am Sonntag abgehängt. Foto: Peter Schwendele

Krasser Absturz für die CDU, Wiedererstarken der SPD: In Zell hat sich der politische Wind gedreht. Bei der Bundestagswahl am Sonntag lagen die Sozialdemokraten mit 27,7 Prozent an der Spitze, die CDU musste sich mit 25,5 Prozent begnügen. Auch in den einzelnen Ortsteilen und Wahlbezirken lagen die „Roten“ oft vorne.

Von Peter Schwendele

Zell. Vor vier Jahren war die Union der große Wahlsieger in der Schwanenstadt gewesen. 35,6 Prozent der Zweitstimmen konnte die CDU seinerzeit verbuchen. Damit muss die Partei in Zell einen Rückgang um 10,1 Prozent verkraften. Umgekehrt kann sich die SPD über einen Stimmenzuwachs von 5,6 Prozent freuen, denn vor vier Jahren hatten sich die Genossen noch mit 22,1 Prozent begnügen müssen.

Ihr bestes Ergebnis in der Stadt Zell selbst erzielte die SPD im Wahlbezirk Innenstadt mit 31,7 Prozent. Im Wahlbezirk Liebeck und Schwarznau holten die Genossen 26,6 Prozent, im Paradies 30,6 Prozent und im Grönland 30,4 Prozent.

Die CDU schnitt im Stadtgebiet folgendermaßen ab: Grönland 23,4 Prozent, Innenstadt 29,3 Prozent, Paradies 21,9 Prozent sowie Liebeck und Schwarznau 17,3 Prozent.

In den Ortsteilen war die Union in Mambach am stärksten und holte dort 41,1 Prozent. In Riedichen lag die CDU bei 39,3 Prozent, in Adelsberg bei 38,7 Prozent, in Pfaffenberg bei 29,0 Prozent, in Atzenbach bei 26,2 Prozent und im Bergdorf Gresgen war lediglich ein Stimmenanteil von 16,2 Prozent für die Union drin.

Dagegen schnitt die SPD traditionell in Gresgen am besten ab, wo die Genossen 42,4 Prozent verbuchen konnten. In Atzenbach landeten die Sozialdemokraten bei 28,6 Prozent, in Riedichen bei 22,6 Prozent, in Mambach bei 23,4 Prozent, in Adelsberg bei 17,3 Prozent und in Pfaffenberg bei 15,9 Prozent.

Die drittmeisten Stimmen erhielten – anders als im Bund – in Zell nicht die Grünen, sondern in FDP. Die Liberalen konnten sich um 3,3 Prozent von 9,5 auf 12,8 Prozent verbessern. Ihr bestes Ergebnis in der Stadt holte die FDP im Grönland mit 17,9 Prozent. In den Ortsteilen schnitten die Liberalen in Pfaffenberg mit 17,4 Prozent am stärksten ab.

Die Grünen konnten in Zell ganz leicht zulegen. Am Ende schlugen 12,2 Prozent zu Buche, was ein kleines Plus von 0,6 Prozent bedeutet. In der Stadt Zell waren die Grünen im Wahlbezirk Paradies mit 12,8 Prozent am besten vertreten. In den Ortsteilen konnten sie in Riedichen mit 17,9 Prozent ihr bestes Ergebnis verbuchen.

Was die AfD anbelangt, so musste die Partei in der Schwanenstadt einen Rückgang um 1,3 Prozentpunkte von 10,7 auf 9,4 Prozent hinnehmen. Mit 16,5 Prozent holte die AfD im Wahlbezirken Liebeck/Schwarznau ihr bestes Ergebnis in der Stadt, in den Ortsteilen war die Partei mit 12,0 Prozent in Adelsberg am erfolgreichsten.

Kaum eine Rolle spielte bei der Bundestagswahl in Zell die Linke, die am Ende bei 2,8 Prozent landete, was einen Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem 2017er-Ergebnis von 5,5 Prozent bedeutet.

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