Zell im Wiesental Zwei „Chäferholzbänkle“ für den Zeller Blauen

Die Übergabe der beiden Chäferholzbänkle auf der Spitze des Zeller Blauen wurde mit einem Glas Sekt und einem Adelsberger Kirschwasser gefeiert: Jeannette Wassmer, Ria Bartsch, Hubert Sprich und Bernd Wassmer (von links).Fotos: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell-Adelsberg. Am vergangenen Samstag übergaben die Jagdpächter Jeannette und Bernd Wassmer der Öffentlichkeit zwei massive, selbst gefertigte Holzbänke aus von Borkenkäfern befallenen Fichten aus dem Adelsberger Gemeindewald. Eine vom Bernd Wassmer daher als „Chäferholzbänkle“ titulierte Bank steht auf der Spitze des Zeller Blauen auf 1077 Meter neben dem Gipfelkreuz, das die Familie Wassmer vor ein paar Jahren restauriert hat. Das Gipfelkreuz wurde 1990 vom früheren Jagdpächter Arnold Hauser aus Dankbarkeit für die Genesung seiner Frau errichtet. Das zweite „Chäferholzbänkle“ steht ebenfalls auf dem Zeller Blauen an der Gemarkungsgrenze zu Gresgen und bietet ebenso einen beeindruckenden Blick bis ins Rheintal und bei klarer Sicht auf die Schweizer Alpen und das französische Jura.

Adelsbergs Ortsvorsteherin Ria Bartsch war beeindruckt und bedankte sich bei den beiden Jagdpächtern mit einem Glas Sekt und einem Adelsberger Kirschwasser für die großzügige Spende. Damit wird eine Wanderung auf den Zeller Blauen nicht mehr ausschließlich mit einer grandiosen Aussicht belohnt, jetzt kann man auch in Ruhe sitzend das Panorama genießen. Außerdem bedankte sich Ria Bartsch für die nunmehr fast 20-jährige Arbeit, die Jeannette und Bernd Wassmer in Adelsbergs Wald und Flur leisten. Auch die Mühe, die sich die beiden jeden Sommer vor der Heuernte mit der Suche von Rehkitzen im hohen Gras machen und damit zahlreiche junge Rehe und Hasen vor dem Tod durch die Mahd schützen, ist lobenswert, so Hubert Sprich, stellvertretender Ortsvorsteher von Adelsberg.

Am Ende der feierlichen Übergabe der Chäferholzbänkle wurde von allen Beteiligten darauf hingewiesen, wie einmalig und schützenswert der Zeller Blauen mit seiner vielfältigen Flora und Fauna und seinen bestechenden Aussichten ist. Ein Geheimtipp, der eine Wanderung gerade jetzt, wenn es in tieferen Tallagen heiß und drückend ist, doppelt lohnt.

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Alexej Nawalny

Der Fall Nawalny bringt die Bundesregierung in Zugzwang, sollte Moskau bei der Aufklärung weiterhin mauern. Ist eine Neuausrichtung der deutschen Russland-Politik jetzt unvermeidbar?

Ergebnis anzeigen
loading