Zell Insolvenz bei Zellaerosol eröffnet

Verena Wehrle
Bei der Firma Zellaerosol (hervorgegangen aus Fessmann & Hecker) wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Foto: /Verena Wehrle

Firma sucht Investor.

Das Zeller Unternehmen Zellaerosol hat am 18. November Insolvenz beantragt (wir berichteten). Nun wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Firma mit Beschluss des Amtsgerichts Waldshut-Tiengen vom 1. Februar eröffnet. Darüber hat Boris Sakowski, Kanzleikollege des Insolvenzverwalters, auf Nachfrage unserer Zeitung informiert.

Sein Kollege Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger aus Stuttgart wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Sakowski betont: „Der Geschäftsbetrieb der Zellaerosol wird so, wie er ist, fortgeführt.“

Suche nach Investor läuft

Derzeit sei man im Rahmen eines sogenannten „M&A-Prozesses“ auf der Suche nach einem Investor, der den Geschäftsbetrieb am Standort fortführt. M & A bedeutet dabei „Mergers & Acquisitions“ – es handelt sich schlichtweg um den Verkaufsprozess eines Unternehmens.

Derzeit werden Gespräche mit mehreren Interessenten geführt, informiert Sakowski. Man sei aktuell noch mitten im Prozess und stehe in Verhandlungen, so der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Wer die Interessenten sind, dürfe er noch nicht sagen. Nur so viel: „Bei den potenziellen Investoren handelt es sich um Unternehmer aus der gleichen Branche.“ Man könne also davon ausgehen, dass nach der Übernahme in den Gebäuden von Zellaerosol weiterhin Aerosol und Flüssigprodukte hergestellt werden.

Was den Investorenprozess angeht, zeigt Sakowski sich optimistisch: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass der Prozess im ersten Quartal des Jahres abgeschlossen ist. Demnach soll bis Ende März ein Investor gefunden worden sein, der Zellaerosol übernimmt.

Noch keine Entlassungen

Und was bedeutet dieser Prozess für die Mitarbeiter? Zellaerosol beschäftigt derzeit rund 80 Mitarbeiter. Man habe noch keine Personalmaßnahmen eingeleitet, somit seien noch keine Mitarbeiter entlassen worden, wie Sakowski versichert. „Die Mitarbeiter werden für die Fortführung des Betriebs gebraucht“, betont er. Von den Mitarbeitern selbst habe man im Laufe des Verfahrens seit November viele Reaktionen erhalten. Die Mitarbeiter werden vom Insolvenzverwalter regelmäßig über den aktuellen Stand informiert, dies sei insbesondere vor der Insolvenzeröffnung Anfang Februar der Fall gewesen. Auch mit dem Betriebsrat stehe man in regem Austausch, so Sakowski. Demonstrationen, Streiks oder anderen Aufruhr habe es seitens der Mitarbeiter nicht gegeben.

Über weitere Details zum laufenden Investorenprozess könne und dürfe er nichts sagen. „Wir hoffen, dass wir eine gute Lösung finden“, betont Sakoswki .

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