Auggen Politiker-Besuch gibt Hoffnung

Weiler Zeitung, 02.05.2014 22:17 Uhr

Auggen (do). Mit der IG BOHR, dem Zusammenschluss aller Bürgerinitiativen zu den Bahnplänen am Ober- und Hochrhein, im Rücken, hat auch das Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (bbM) weiteren Auftrieb bekommen. Zur Feier des zehnjährigen Bestehens der IG BOHR in Bad Krozingen habe man „ermunternde Beiträge“ der Abgeordneten gehört (wir berichteten gestern auf unserer Kreis-Seite), berichtete Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Was genau gesagt wurde, haben die Ratsmitglieder mitbekommen, denn sie waren vollzählig an der Veranstaltung präsent, wie Gerhard Kaiser, der Planer und Macher der Bürgerinitiativen MUT und bbM, lobte. „Wenn Politiker kommen, müssen Köpfe auf die Straße“ Kaiser hat maßgeblich die Entwicklung der „besten Lösung“ als Alternativplanung zu den Bahnplänen vorangetrieben. Er hob zum wiederholten Male darauf ab, wie wichtig der Schulterschluss der Bürger sei, die auch als Masse bei den entsprechenden Veranstaltungen in Erscheinung treten müssten. „Wir haben das Ding noch nicht in trockenen Tüchern“, warnte er. Aber jetzt sei die Alternativplanung endlich bis zur Politik vorgedrungen. Im Rückblick lobte er die Demonstration mit 500 Teilnehmern in Hügelheim am vergangenen Sonntag, als die Ausmaße des so genannten Hügelheimer Knotens abgesteckt wurden, als „grandios“. Am 18. Mai soll in Auggen eine ähnliche Veranstaltung stattfinden. Am 8. Mai will die bbM ihre Planungen in Stuttgart vorstellen. Die größte Hoffnung der Region ruht auf dem angekündigten Besuch von Verkehrsminister Winfried Hermann am 9. Juli. „Es muss auch in Müllheim was gehen. Wenn Politiker kommen, müssen Köpfe auf die Straße!“, meinte Gemeinderat Ingo Ehret. „Die Bürger müssen noch mehr mobilisiert werden“, pflichtete Bürgermeister Deutschmann bei. Gerüst soll Ausmaße der Schallschutzwand verdeutlichen Der Auggener Gemeinderat segnete eine außerplanmäßige Ausgabe von 8124 Euro ab, mit der ein zwölf Meter breites Gerüst in der Höhe der zu erwartenden Schallschutzwand (6,50 Meter) aufgestellt und mit einem erläuternden Banner versehen werden soll. Gerüst und Banner sind bereits in Auftrag gegeben.