Binzen Feuerwehr will noch dieses Jahr einen Bedarfsplan erstellen

Weiler Zeitung, 20.03.2017 22:20 Uhr

Binzen (jut). 30 Aktive kann die Feuerwehr Binzen derzeit aufbieten – darunter Zugführer, Gruppenführer, zwölf Truppführer, sechs Truppmänner und zwei Anwärter. „Zudem haben wir die stolze Anzahl von 24 Atemschutzgeräteträgern und dazu 14 Maschinisten in unseren Reihen“, verkündete Kommandant Patrick Schöpflin bei der Mitgliederversammlung.

Die Tagesbereitschaft brennt jedoch allen ehrenamtlichen Feuerwehren auf den Nägeln. Viele Aktive arbeiten nicht vor Ort, nicht immer haben Arbeitgeber Verständnis dafür, dass die Aktiven bei einem Alarm während ihrer Arbeitszeit abberufen werden können. „An dieser Stelle geht ein Dank an Arbeitgeber wie etwa die Firma Glatt, die unsere Einsatzkräfte für Ereignisse während der Arbeitszeit freistellen“, betonte Schöpflin.

Rückblick

Bezüglich des Mannschaftstands ist die Basis solide, allerdings ist durch Wohnortswechsel von Kameraden ein leichter Rückgang zu verzeichnen. „Für die Jugendfeuerwehr suchen wir dringend Nachwuchs“, hielt Schöpflin fest.

In die Weiterbildung der Aktiven wird ständig investiert. 15 Übungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt, davon eine zusammen mit der Jugendfeuerwehr. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rümmingen wurde intensiviert – daran soll festgehalten werden.

Die frühzeitige Brandschutzerziehung von Kindergartenkindern und Schülern liegt den Aktiven am Herzen, deshalb wurde mit 70 Kindern der Kinderschule eine Übung veranstaltet.

23 Einsätze gab es 2016, darunter zwei Brände, vier Mal lösten Brandmeldeanlagen Alarm aus, neun technische Hilfeleistungen, zwei Verkehrsunfälle und eine Personensuche. Dazu hatte auch Schriftführer Detlef Strittmatter Einzelheiten festgehalten.

„Das Thema sicheres Arbeiten am Gewässer ist bei uns aufgrund der Schadensereignisse durch Starkregen und den ertrunkenen kleinen Jungen deutlich in den Fokus gerückt“, sagte Schöpflin.

Der Fuhrpark der Binzener Feuerwehr ist technisch gut – allerdings macht das 20 Jahre alte Löschfahrzeug LF 16 in letzter Zeit Probleme. Die Elektronik ist störungsanfälliger geworden.

Nach wie vor beteiligt sich die Feuerwehr an vielen Dorfaktivitäten – für 2017 steht das 1250-Jahre-Jubiläum an. „Was wir dieses Jahr neu bearbeiten werden, ist ein Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde“, erklärt der Kommandant.

Jugend

Die Jugendwarte Katharina Krebs und Thomas Beutelmann freuten sich über zwei neue Mitglieder – neun junge Leute nehmen nun an den Feuerwehrübungen teil. Die Jugendfeuerwehr organisiert unter anderem das Fasnachtsfeuer, macht unterstützend bei der RebKulTour mit, veranstaltet Schrottsammlungen – hat aber auch viel Spaß bei Aktions- und Freizeitterminen.

Die Jugendwarte werden von den Betreuern Lars Ebner und Michael Heckert unterstützt. Ziel für 2017 ist es, die Gruppe zu vergrößern.

Dass die Feuerwehr auch dank Spenden von Bürgern, Vereinen und Firmen auf soliden Füßen steht, berichtete Rechner Daniel Spingies.

Bürgermeister Andreas Schneucker hielt fest, dass die Feuerwehr im Sicherheitskonzept der Gemeinde eine zentrale Rolle spielt. Nach dem Motto „einer für alle, alle für einen“ habe die Wehr Vorbildfunktion, gerade auch für die Jugend.

Wahlen: stellvertretender Kommandant: Martin Greiner; Kassenprüfer: Markus Sommerhalter; Feuerwehrausschuss: Katharina Krebs, Timo Schöpflin, Frank Nestle, Stefan Schweigler, Lars Ebner und Frank Stöcklin.

Neuaufnahmen: Nils Pommerening, Gary Cousins und Moritz Panther

Beförderungen: Felix Retschlag, Lars Ebner, Klaus Peter Jost und Markus Greiner

 
 

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