Istein (jut). 850 Euro für die Bergwacht Istein: Der „Ökumenische Filmclub“, so der neue Name für das Filmteam aus Istein, hat diese stattliche Summe rein aus Eintrittsspenden bei Filmabenden gesammelt. Das Geld wurde übergeben und „eigentlich sofort wieder ausgegeben – und zwar für wichtige Hilfsmittel, die bei der Bergrettung benötigt werden“, wie Karl Rühl für den Filmclub und Guido Strack als Vorsitzender der Bergwacht Istein schmunzelnd mitteilten.

Die Bergwachtgruppe aber wollte den Filmclub-Fans zeigen, was von dem Spendenbetrag gekauft wurde. Dazu wurde der letzte Filmabend im November genutzt, bei dem viele Zuschauer und auch Pfarrer Josef Dorbath als Hausherr im Gregoriushaus anwesend waren. „Wir haben Material für die Höhenrettungsgruppe besorgt – dazu gehört eine Bremsrolle für den Lasten-, sprich den Personen- oder Materialtransport, mehrere spezielle Seilsicherungen, eine Rücklaufsperre, Bandfalldämpfer, mit denen das Rückfallen ins Seil abgefedert wird, mit Kunststoffüberzug gesicherte Seile, die man bei einem Einsatz nicht aus Versehen so einfach kappen kann, eine Seillaufschiene für mehrere Seile gleichzeitig und mehr“, beschrieb Strack einzelne Ausrüstungsgegenstände, die auf einem Tisch ausgelegt waren. All diese sind sehr teuer.

Zur Höhensicherung gehört keinesfalls nur der Einsatz am Berg – also im Schwarzwald oder am Isteiner Klotzen. „Wir wären jetzt auch für Rettungseinsätze beispielsweise im Kalkwerk oder an Schornsteinen sowie an Industrieanlagen oder an einem großen Kran besser ausgerüstet.“

Einsätze mit der Feuerwehr Weil üben

Er erwähnte, dass die Ortsgruppe nun für solche Einsätze auch mit der Feuerwehr aus Weil am Rhein übt. „Eine sehr gute Rettungsausstattung ist auch der Anreiz für unsere aktive Jugend – wir freuen uns nämlich sehr darüber, dass es uns gelungen ist, mehrere junge Leute für unsere Arbeit zu begeistern“, berichtete Strack.

Zu ihrem Glück fehlt der Bergwacht Istein nun nur noch das vom Land bereits zugesagte und bestellte Rettungsfahrzeug. „Wir hoffen, dass es bald kommt – denn unser bisheriges Fahrzeug war nicht mehr Tüv-sicher, das haben wir nach Freiburg zurückgegeben“, bemerkte Strack. Gerade hat die Bergwacht, um einsatzfähig zu sein, ein Fahrzeug geliehen. Ein Rettungsfahrzeug für die Bergwacht ist sehr teuer, erfuhren die Gäste im Saal – das heißt „wir müssen uns mit einem Eigenbetrag von rund 10 000 Euro beteiligen“, informierte der Bergretter, der zudem erwähnte, dass „wir einen super Rückhalt in der Bevölkerung haben, das merken wir mittlerweile überall“.

Karl Rühl freute sich zusammen mit Karin Trimpin, Gudrun Weber und Greti Brändlin vom Filmteam, dass die Spende „wirklich etwas Sinnvolles bewirkt hat“. Mit Spendengeldern sollen in Zukunft weitere Vereine aus der Gemeinde bedacht werden.