Innerhalb von acht Tagen haben Einbrecher in Hasel fünf Mal versucht, in verschiedene Wohnhäuser und eine Gaststätte einzubrechen. Ein Mal waren sie erfolgreich. von Ingmar Lorenz Hasel. Das Vorgehen der Kriminellen gleicht sich dabei stark: In allen Fällen versuchten die Täter sich, laut Polizeibericht, durch aufgehebelte Fenster Zugang zu den Wohnungen zu verschaffen. Bereits in der Nacht zum 8. Oktober erfolgte der erste Einbruch in ein Wohnhaus „Auf der Wegscheide“. Offenbar hatten der oder die Täter das Haus mit Bedacht gewählt, da die Besitzer zur Tatzeit im Urlaub waren. Noch am selben Wochenende ereignete sich in der Schulstraße ein weiterer Zwischenfall. Der Täter wurde aber gestört und ergriff die Flucht. Am vergangenen Wochenende ging es dann Schlag auf Schlag: Gleich zwei Mal versuchten sich Unbekannte Zugang zu einer Gaststätte in der Bahnhofstraße zu verschaffen. Auch ein Wohnhaus „Auf der Wegscheide“ war erneut das Ziel eines versuchten Einbruchs. Diese Häufung der Einbruchsdelikte sei im Moment im gesamten Landkreis zu beobachten, berichtet Dietmar Ernst, Pressesprecher der Polizei Lörrach. Ganz aktuell habe sich etwa auch in einem Autohaus in Hausen ein ähnlicher Vorfall ereignet. Es handle sich dabei, laut Polizeiangaben, um sogenannte Dämmerungseinbrüche. „Wenn es Winter wird, verzeichnen wir regelmäßig einen Anstieg der Einbruchsdelikte“, so Ernst. Dadurch, dass es am Abend früher dunkel wird, seien Wohnhäuser leichter auszuspähen. Die Häuser im Wohngebiet „Auf der Wegscheide“ seien von den Tätern vermutlich gezielt ausgesucht worden, vor dem Hintergrund, dass es dort „etwas zu holen“ gebe. Zudem mache die etwas abseitige Lage die Häuser für Einbrecher attraktiv. Um wen es sich bei dem Täter oder den Tätern handelt, ist bisher noch unklar. „Aufgrund der Häufung im gesamten Landkreis und der Beobachtung des immer gleichen Vorgehens ist es möglich, dass es sich um reisende Täter handelt“, so Pressesprecher Ernst. Die Polizei ruft daher die Bevölkerung unbedingt dazu auf, wachsam zu sein. „Möglichst nicht nur in den nächsten Tagen, sondern auch längerfristig“, so Ernst. Dies empfiehlt auch die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle. Natürlich sei es möglich, die Fenster durch entsprechende Umbaumaßnahmen zu schützen. Wichtiger sei es aber, die Augen offen zu halten und alle Fenster und Türen beim Verlassen der Wohnungen abzuschließen. Beobachtet man etwas ungewöhnliches, solle man sich zudem nicht davor scheuen, die Polizei dann auch zu verständigen.

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