Kandern Auch Helfer gaben ihr Blut

Weiler Zeitung, 12.08.2017 00:21 Uhr

Von Ines Bode

„Heute ist ideales Spenderwetter – nicht zu heiß und keine Unwetter“, freute sich Beate Paul vom Blutspendedienst Baden-Baden, Hauptverantwortliche des jüngsten Blutspendetermins in Kandern. Und reger Betrieb herrschte am Donnerstag dann auch in der Grundschule.

Kandern. Ein zügiges Kommen und Gehen ließ sich auf zwei Stockwerken registrieren. Etwa eine Stunde sollte laut Ortsgruppenchef Frank Schamberger für den Besuch eingeplant werden. Versierte Stammkunden indes absolvierten das Prozedere im Schnelldurchlauf, etwa Sitzenkirchs Ortsvorsteher Ernst-Peter Scherer.

Spendenrückgänge können viele Ursachen haben: Selbst eine Fußball-WM, wo sich speziell die Herren nicht vom Fernseher lösen können, mache sich bemerkbar, erklärt Beate Paul. Der Bedarf an Blutkonserven aber sei jeden Monat gleich.

In Kandern jedoch lief’s erfreulich. Schamberger rechnete schon vor dem letzten Ansturm zum Feierabend damit, dass man die gewohnten Zahlen erreiche. Gleich zu Beginn habe es eine Ansammlung von rund 70 Spendenwilligen gegeben, so der Ortsgruppenvorsitzende, der von Helmut Gempp als Co-Chef unterstützt wurde. Jüngster im Bunde war DRK-Junior Lukas.

Souverän erledigten die Mitglieder ihre Aufgaben. Ob am Getränkestand, wo man dem Flüssigkeitsverlust vorbeugen konnte, ob im Foyer, wo die kulinarische Versorgung stattfand, oder an den medizinisch ausgerichteten Ständen.

Zum Einstieg wurden die Blutwerte gecheckt, später kam noch ein weiterer Check hinzu, vorgenommen von Ärzten des Landesdienstes. Gut gerüstet sahen sich alle 57 Helfer der Aktion, Unterstützung gab’s von den Ortsvereinen Wollbach und Bad Bellingen.

Zu letzterem gehörten Cornelia und Paul Stenner, die in ihrem Urlaub eine Schicht wahrnahmen. Darüber hinaus stellte sich Stenner vor dem Dienst als Spender zur Verfügung. Seit den 70er Jahren sei er dabei, erzählt er.

Immer neue Spender strömten indes herein, auch Väter und Mütter mit kleinen Kindern. Denn das DRK bot wieder Kinderbetreuung an. Das habe sich noch nicht so richtig herumgesprochen, sagte Schamberger. Ruhig sei es bei ihnen gewesen, resümierten denn auch die Betreuerinnen Ramona und Yvonne von der Familienbildung des Ortsvereins aus Malsburg-Marzell.

Eine Herausforderung gehe mit dem häufigen Wechsel des Domizils in letzter Zeit einher, erklärte Schamberger. Er hofft nun darauf, dass mit dem Ende der Baumaßnahmen an der August- Macke-Schule wieder mehr Ruhe einkehrt. Ein Kompliment spricht er seinem Team aus, man habe an einem Strang gezogen, trotz enormen Aufwands habe alles gut geklappt.

Aktueller Termin: 220 Spendenwillige, davon 18 Erstspender und zwölf Rückstellungen.

Vorjahr: 214 Spendenwillige, davon 22 Erstspender und 16 Rückstellungen.

April 2017: 221 Spendenwillige, davon 17 Erstspender.

 
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