Kreis Lörrach Damit die Landschaft offen bleibt

Die Oberbadische, 02.02.2017 17:16 Uhr

Der Landschaftserhaltungsverband im Landkreis Lörrach (LEV) ist eine Erfolgsgeschichte, wie es in einer Mitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster heißt. Geschäftsführerin Sigrid Meineke zog bei einem Besuch der Bundestagsabgeordneten Josef Göppel und Schuster eine positive Bilanz ihrer vierjährigen Arbeit. Ende März wird sie in den Ruhestand gehen.

Kreis Lörrach. Kennzeichen der Landschaftserhaltungsverbände sei der gleichberechtigte und freiwillige Zusammenschluss von Vertretern der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und der Kommunalpolitik, stellte Göppel dar. Er ist dieser Tage in seiner Funktion als Bundesvorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) nach Lörrach gekommen.

Die baden-württembergische LEV hätten bundesweit Vorbildcharakter, betonte Göppel. Diese sollen Natur und Kulturlandschaft im Konsens entwickeln und das europäische Schutzprogramm „Natura 2000“ regional umsetzen. Von 35 Gemeinden des Landkreises sind 30 LEV-Mitglied.

Seit der Gründung im Jahr 2012 hat sich die geförderte Fläche von 976 auf 1620 Hektar vergrößert. Die Zahl der Verträge zur Landschaftspflege stieg von 202 auf 270. Im laufenden Jahr sollen weitere 54 Verträge hinzukommen. Land und Landkreis teilen sich die Finanzierung: Die Geschäftsführung wird jeweils zur Hälfte von Land und Kreis getragen, eine zweite Fachstelle vollständig vom Land.

Der Schwerpunkt der LEV-Aktivitäten liege im Oberen Wiesental mit den ausgedehnten Allmendweiden, erläuterte Meineke. Von 2003 bis 2012 habe das Naturschutzgroßprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental in einem 10 000 Hektar großen Kerngebiet, wovon 2500 Offenland waren, durch zahlreiche Maßnahmen einen großen Beitrag zur Verbesserung der Weiden geleistet, worauf der LEV aufbauen konnte.

Außerhalb der damaligen Förderkulisse bestehe auch ein neuer FFH-Managementplan, auf dessen Grundlage großflächige Verträge nach der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) abgeschlossen werden konnten. Die Förderung über die LPR sei ein wichtiges Standbein beim Einkommen, wobei die Fördersätze zu gering seien und daher die Betriebsprämie auf Bruttoflächen eine große Rolle spiele.

Die Arbeit des LEV sollte möglichst in allen Mitgliedsgemeinden im Landkreis spürbar sein, betonte der Erste Landesbeamte Ulrich Hoehler. Die unterschiedlichen Strukturen der Mitgliedsgemeinden im Markgräfler Hügelland, am Dinkelberg, im Wiesental, aber auch in der urbanen Zone in der Nähe zu Basel erforderten individuelle Unterstützungsleistungen, die der LEV erbringen könne. Allerdings seien die Förderbedingungen für Landschaftspflegemaßnahmen entscheidend, damit auch wirklich etwas ankomme.

 
 

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