Von Michael Werndorff

Kreis Lörrach. Unter dem Motto „70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg und (k)ein bisschen Frieden“ lädt der evangelische Kirchenbezirk Markgräflerland im Rahmen der Friedensdekade für Freitag, 20. November, zu einer Podiumsrunde in den Hebelsaal des Dreiländermuseums nach Lörrach ein.

Diskutieren werden die heimischen Bundestagsabgeordnete Armin Schuster (CDU), Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), der Landtagsabgeordnete Josha Frey (Grüne) und der Religionslehrer Theo Ziegler, Mitinitiator des neuen friedensethischen Leitbildes, das im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Stuttgart zur Diskussion gestellt wurde. „Nach einem Impulsbeitrag ,Friedenslogik versus Sicherheitslogik’ von Theo Ziegler sollen mehrere Themen auch mit dem Publikum diskutiert werden“, erklärte Dekanin Bärbel Schäfer in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Beleuchtet werden die friedenspolitischen Zielperspektiven der Parteien und konkrete Abrüstungsschritte bei Atomwaffen und bewaffneten Drohnen, ergänzte Robert Kölblin, Mitglied im Forum Friedensethik in der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Anstoß für die Diskussionsrunde war die Aussage der Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche, dass Gewaltfreiheit die vorrangige Option in der Lösung von Konflikten darstelle, erklärte Kölblin. Nachrangig sei die militärische Sicherheitspolitik, „allerdings vor und nach passen nicht, betrachtet man die eingesetzten Ressourcen“, kritisierte er, denn gegenwärtig werden in Deutschland 30 Millionen Euro in zivile Konfliktbearbeitung investiert. Demgegenüber stehe der Rüstungshaushalt in Höhe von elf Milliarden – eine Größenordnung von eins zu 1000.