Die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ist laut Martin Kistler, Landshuter Landrat, eine der wichtigen Aufgaben gewesen, der sich die Fachkräfteallianz Südwest in diesem Jahr gewidmet hat. Im kommenden Jahr bilden Digitalisierung, Industrie 4.0, Stärkung des Images der dualen Berufsausbildung und eine bessere Integration vorhandener Potenziale in den Arbeitsmarkt wichtige Schwerpunkte. Von Michael Werndorff Kreis Lörrach. Zudem gelte es, im kommenden Jahr die Fachkräfteallianz Südwest als Erstanlaufstelle für Betriebe und potenzielle Fachkräfte bekannter zu machen, hieß es gestern im Rahmen einer Pressekonferenz bei der Jahresvollversammlung der Fachkräfteallianz Südwest im Landratsamt Lörrach. Neben Kistler zogen Landrätin Marion Dammann, die neue Projektleiterin Gudrun Gempp, sowie Horst Eckert von der Lörracher Arbeitsagentur und Dominik Schulze aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau ein positives Resümee über bereits Geleistetes. Seit Bestehen der Allianz wurde die Vernetzung weiter ausgebaut und Verbindlichkeiten in der Zusammenarbeit der Akteure geschaffen, betonte Gempp. Ob bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, der Gewinnung von Fachkräften von außerhalb oder der Berufsorientierung bündelte die Fachkräfteallianz Südwest bereits bestehende Angebote und Informationen und stellte diese für Unternehmen aufbereitet zur Verfügung. Wie Gempp erklärte, biete der Internetauftritt nun mehr Informationen für Akteure und Unternehmen. Darüber hinaus beteiligte sich die Allianz laut Eckert an verschiedenen Veranstaltungen, wie zum Beispiel im Juli bei „Tandem Berufsorientierung“. Finanzierungsrahmen ändert sich Weiter sei sie eingebunden bei allen regionalen Veranstaltungen rund um das Thema Arbeit und Wirtschaft. Wie wichtig die Arbeit der Allianz sei, zeige sich anhand des hohen Fachkräftemangels. Nach einer Studie seien bundesweit rund 50 Prozent der Betriebe vom Fachkräftemangel betroffen, erklärte Schulze. Die Zahl dürfte im heimischen Landkreis sogar deutlich höher sein. Hier seien monatlich 3000 offene Stellen registriert, sagte Eckert auf Nachfrage. Zudem gebe es mindestens 200 unbesetzte Ausbildungsstellen. Im Rahmen der neuen Schwerpunktsetzung gehe es nun auch darum, Fachkräfte für die Pflege zu finden, angesichts des demografischen Wandels sei dies eine wichtige Aufgabe, meinte Schulze. Neu soll sich zudem die Finanzierung gestalten: Im dritten Jahr ihres Bestehens arbeitet die Fachkräfteallianz mit einer gewachsenen Struktur und ist inzwischen eine etablierte Marke. Nach dem neuen Förderrahmen des Ministeriums würden die regionalen Koordinierungsstellen nicht mehr mit Fördermitteln unterstützt. So wird ab kommendem Jahr eine projektgebundene Finanzierung erfolgen, zusätzlich zu den Aufwendungen welche die beiden Kreise und Partner tragen. Damit erhalten die Allianzen in Baden-Württemberg Unterstützung, ihre Arbeit vor Ort zu verfeinern und zu vertiefen.