Weil am Rhein (ag). Die Firma ARaymond hat gestern in Weil am Rhein ihre langjährigen Mitarbeiter geehrt (wir berichten noch). Zu diesem feierlichen Anlass gaben Jürgen Trefzer, Geschäftsführer von ARaymond Deutschland, und Antoine Raymond, geschäftsführender Gesellschafter des ARaymond-Netzwerkes, auch Einblicke in die aktuelle Geschäftssituation.

Die Auftragslage sei sehr gut, was sich auch schon für Dezember und Januar abzeichne, versicherte Jürgen Trefzer. Einen Abschluss von 239 Millionen Euro hatte das Unternehmen für dieses Jahr geplant, nun wird das Umsatzergebnis vermutlich sogar bei 245 Millionen Euro liegen. Und wegen der guten Auftragslage hat sich der Autozulieferer für das kommende Jahr sogar 257 Millionen Euro an Umsatz vorgenommen – „ein sportliches Ziel“, wie Trefzer zugab.

Wesentlichen Anteil am Firmenerfolg haben neue innovative Produkte. Trefzer nannte zum Beispiel einen Kopf-Airbag, mit dem ab kommendem Jahr unter anderem der Audi B 9 ausgestattet werden soll, Scheibenwaschdüsen, an denen GM großes Interesse zeigt, sowie selbstsichernde Blechmuttern in neuer Form für BMW.

Der Neubau in Bremgarten sei nach einem Jahr fast schon wieder zu klein geworden, erklärte Trefzer außerdem. Aber es gebe ja Erweiterungsflächen, freute er sich. Und die gibt es bekanntermaßen auch in Weil am Rhein, wo die ARaymond nunmehr seit 25 Jahren ihren Sitz hat. Der Neubau für die Metallfertigung im Beregnungsgebiet sei notwendig, weil dieser Zweig auf vier Standorte verteilt sei, was auch viel Lkw-Verkehr mit sich bringe. Für die Entscheidung der Firmenzentrale am Standort Weil am Rhein zu investieren, bedankte sich Trefzer ausdrücklich, bevor er den Neubau näher beschrieb.

„Alles wird immer mehr, nicht nur meine grauen Haare“, scherzte im Anschluss Antoine Raymond. Er ging auf die weltweite Entwicklung des Konzerns ein, der wieder ein leichtes Wachstum verzeichnen konnte und in den vergangenen dreieinhalb Jahren in 13 neue Werke investiert hat, etwa in Indien, Brasilien oder der Tschechei. „Noch nie in unserer Geschichte haben wir so viel expandiert“, erklärte Raymond, neue Zweige seien der Agrarsektor oder die Photovoltaik. Als ganz wesentlich für diesen Erfolg sah er das Engagement der Mitarbeiter an.

In seinem Grußwort bedankte sich Lörrachs Bürgermeister Michael Wilke für das Engagement der erfolgreichen Firma – gerade vor dem Hintergrund, dass Lörrach vor kurzem eine große Firma verloren habe.