Lörrach Spatenstich für Innenstadtoase

Die Oberbadische, 10.05.2016 03:00 Uhr

Von Silvia Waßmer

„New York hat den Central Park, London den Hydepark und Lörrach den Hebelpark“, unterstrich Oberbürgermeister Jörg Lutz die Bedeutung der innenstadtnahen Grünfläche, die ab kommender Woche umgestaltet wird. Gestern fand dazu im Rahmen der Aktion „Vergissmeinnicht Hebelpark“ der Spatenstich statt.

Lörrach. Im Beisein von interessierten Bürgern und etlichen Stadträten griffen Lutz, Bürgermeister Michael Wilke, Annette Buchauer (Fachbereichsleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement), Landschaftsarchitekt Jochen Dittus (AG Freiraum) sowie Günther Heck (Vorstandsvorsitzender Volksbank Dreiländereck) und Frank Hovenbitzer (Bürgerstiftung), zur Schaufel und gruben eine Reihe von Vergissmeinnicht aus, die die Teilnehmer anschließend zur Erinnerung an den „alten“ Park mit nach Hause nehmen durften.

„Wenn man auf ein Luftbild von Lörrach schaut, gibt es nicht viele grüne Flächen in der Innenstadt“, führte Lutz aus und nannte neben dem Hebelpark noch den Aichelepark, der derzeit aber „noch tiefer“ schlummere. Weiterhin wies der Oberbürgermeister auf ein wichtiges Ergebnis des Leitbildprozesses hin: Die Erkenntnis, dass „die Gestaltung grüner Flächen in der Stadt den Menschen am Herzen“ liege. Dies bestätigte indirekt auch Wilke, der an die „lange Vorgeschichte“ erinnerte und allen Beteiligten für ihre Flexibilität dankte.

Landschaftsarchitekt Dittus gab außerdem einen Einblick in die geplanten Maßnahmen, die unter anderem eine „ruhige, grüne Mitte mit vielfältiger Rasenfläche und grüner Baumhalle“, eine Parkpromenade zur Straße „Am Hebelpark“ mit Hecke, Ruhebänken und Staudenrabatte sowie im Übergang zur Fußgängerzone „neue Nutzungsmöglichkeiten“ wie einen Spielbereich oder ein Fontänenwasserfeld vorsehen.

Weiterhin wird es dort einen Trinkwasserbrunnen geben, der von Volksbank und Bürgerstiftung gesponsert wird.

Darüber hinaus werden Lichstehlen um den Hebelpark herum platziert und einzelne Elemente wie zum Beispiel das Hebeldenkmal oder der alte Brunnen, der zu einem Rasenkissen umfunktioniert wird, mit Bodenstrahlern hervorgehoben. Ebenso wird in abgeänderter Form die Querverbindung von Bahnhof- zu Turmstraße bestehen bleiben. „Die Idee ist, eine grüne Oase zu schaffen mit einem ruhigen Innenraum und einer Stärkung der Ränder“, erläuterte der Architekt, der seit Juni 2011 mit dem Projekt beschäftigt ist.

Dieses soll bis Mitte September diesen Jahres größtenteils abgeschlossen sein. Die Umgestaltung der Parkseite Richtung Hebelschule sowie die Behinderten-, Motorrad- und Fahrradparkplätze „Am Hebelpark“ wurden aus Kostengründen ausgeklammert. Diese sollen in einem zweiten Bauabschnitt zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

 
 

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