Von Peter Schwendele

Schönau. Es wurde nur ein kleines Stückchen Erde bewegt am frühen Montagabend beim Spatenstich für die Generalsanierung des Schönauer Schwimmbads, aber mit der gemeinsamen symbolischen Aktion „stärken wir die gesamte Raumschaft“, wie Schönaus Bürgermeister Peter Schelshorn betonte.

Der Anfang ist auf jeden Fall gemacht mit der Gemeinschaftsaktion der beteiligten Gemeinden Schönau, Aitern, Böllen, Tunau, Utzenfeld und Wembach. Die jeweiligen Rathauschefs schwangen den Spaten vor der ungewöhnlichen Kulisse der bereits „angeknabberten“ Beckenlandschaft des alten Bads. „Die Baugenehmigung ist da“, verkündete zeitgleich Günter Sutter vom Planungsbüro Fritz. Und: „Noch diese Woche geht es los mit den Arbeiten“, versprach Rudolf Schmidt von der Firma Schmidt aus Bernau, die die Abbrucharbeiten und die allgemeinen Erdarbeiten übernimmt. Ebenfalls voller Tatendrang: Matthias Engesser von der Schönauer Firma Engesser, die die Stahlbetonarbeiten, die Maurerarbeiten und die dazu gehörigen Erdarbeiten übertragen bekommen hat.

„Mit dem heutigen Spatenstich nehmen wir ein neues, großes Projekt in Angriff, das einmal mehr beweist, wie zukunftsorientiert doch von Teilen in unserer Raumschaft gehandelt wird“, sagte Peter Schelshorn in einer kurzen Rede vor dem symbolischen Akt in der aktuellen „Bad-Ruine“. Die sechs beteiligten Gemeinden würden zeigen, dass ein Hauptaugenmerk der hiesigen Politik auf der Schaffung eines attraktiven Lebensumfelds liege. „Unser Ziel ist es damit auch, den erforderlichen Rahmen zu schaffen, damit Industrie, Handel und Gewerbe prosperieren können.“

Mit der Totalsanierung des Freibads stelle man sich den Herausforderungen des demografischen Wandels und versuche, im Wettbewerb der Kommunen zu bestehen. Klar sei indes, dass die Kosten von rund 3,5 Millionen Euro eine „riesige Herausforderung“ darstellen. Doch Schelshorn zeigte sich überzeugt, dass sich jeder in zukunftsorientierte Projekte investierte Euro doppelt und dreifach auszahlen wird.

Das Schönauer Freibad werde seine bisherige Attraktivität nach der erfolgten Sanierung noch einmal deutlich steigern können, zeigte sich Schönaus Bürgermeister überzeugt, denn „ein modernes Freibad müsse auf vielfältige Wünsche und Anforderungen antworten“. Pluspunkte seien auf jeden Fall die idyllische Lage und die gute Erreichbarkeit. „Hier gibt es für alle einen Platz an der Sonne - und ein Plätzchen im Schatten, hier gibt es Ruhe und Geselligkeit, Sport und Spaß“, meinte Schelshorn in der Vorausschau, bevor mit einem kleinen Umtrunk darauf angestoßen wurde, dass die Arbeit jetzt losgehen kann. In knapp zwölf Monaten soll der neue Badetempel dann seine Tore öffnen.