„Wohnen am Wasser“: Unter diesem Motto soll auf dem knapp 11 000 Quadratmeter großen Vogelbachareal ein neues Quartier entstehen – mit Wohnungen, Büros und einem kleinen Einkaufsmarkt.

Schopfheim . Das ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbes, den der Eigentümer des Areals in Auftrag gab. Sechs renommierte Büros reichten Entwürfe ein, eine hochrangig besetzte Jury – in der neben Planern auch der Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden vertreten waren – nahm sie unter die Lupe und kürte einen Sieger.

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Und zwar „einstimmig“, wie Bürgermeister Christof Nitz bei der öffentlichen Vorstellung des Wettbewerbsergebnisses in der alten Vogelbachhalle betonte. Er sei sehr froh, dass die Eigentümer auf ihrem Gelände etwas Neues entwickeln wollen, zu diesem Zweck einen Wettbewerb auslobten, dazu die Stadt mit ins Boot holten und die Öffentlichkeit informieren wollen, sagte er. Die Stadt werde noch 2107, basierend auf dem Wettbewerbsergebnis, einen Bebauungsplan auf den Weg bringen,

„Dem Eigentümer war wichtig, dass an dieser Stelle ein Stück Stadt entsteht“, berichtete Isolde Britz von der Stadtbau Lörrach, die den Wettbewerb organisiert hatte. Es solle ein „echtes Mischgebiet“ entstehen mit Handel, Dienstleistungen und etwa 54 Wohnungen in unterschiedlichen Größen sowie einer Tiefgarage.

Wichtig sei dem Eigentümer auch, dass der Bereich zwischen Gewerbekanal und Wiese in die Planungen miteinbezogen wird. Britz würdigte die „hohe Qualität“ aller sechs eingereichten Entwürfe und zeigte sich überzeugt: „Schopfheim wird gewinnen“.

Dieser Ansicht ist auch Wulf Daseking, Architekt aus Freiburg und Vorsitzender des Preisgerichts. „Das wird ein neues Stück Schopfheim", lobte er, als er den Stadträten und interessierten Anwohnern die preisgekrönten Entwürfe vorstellte.

Das fragliche Areal liege „traumhaft“, so Daseking, dicht an der Wiese und zugleich nahe bei der Stadt. Die Jury habe den Wettbewerbssieger, das Büro Wick + Partner aus Stuttgart, „weit vorne“ gesehen, weil es städtebaulich „keine Fehler“ gemacht und Raffinesse und Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt habe. „Laden mit Andienung, Tiefgarage und Wohnungen funktionieren wunderbar“, so Daseking, der vor allem die „hingehauchten Fassaden“ der Wohngebäude rühmte. Diese Bebauung setze einen „neuen Impuls“ und respektiere zugleich die Nachbarschaft. Der Jury-Vorsitzende plädierte dafür, auch die zweit- und drittplatzierten Entwürfe bei den Wohnungen in das Bebauungskonzept einzubinden. Nach seinen Worten will der Auftraggeber die Gebäude im Eigentum behalten.

Für das siegreiche Büro erklärte Geschäftsführer Karl Haag, zu den wichtigen Merkmalen des Vogelbachareals zähle der große grüne Hang zur Wiese hin sowie der Gewerbekanal, dessen Wasser „wie ein Spiegel“ wirke. Dies „Einmaligkeit“ habe das Büro bei seinem Entwurf in die Mitte stellen wollen, so Haag. Das Areal solle sich auch mit der Stadt vernetzen.