Schopfheim „Hoffentlich passiert bis dahin nichts“

Markgräfler Tagblatt, 12.08.2017 00:00 Uhr

Von Werner Müller

„Da geht jetzt was“: Bei der seit langem überfälligen Hochwasserschutzmaßnahme in Eichen (Hangentwässerung an der B 518) sah SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger bei seinem Besuch in Schopfheim endlich Licht am Ende des Tunnels.

Schopfheim. Nach mehrfachen Interventionen – unter anderem beim Kabinettskollegen und Verkehrsminister Winfried Hermann – teilte ihm die zuständige Straßenbauabteilung des Regierungspräsidium in einem Schreiben Anfang Juli mit, dass die Behörde die Planung für de Hangentwässerung nunmehr „unabhängig vom Planfeststellungsverfahren für den Umbau des Knotens B 317/B 518 vorantreibt“. Sie soll demnach schon zum Jahresende 2015 abgeschlossen sein. Mit der baulichen Umsetzung der Hangentwässerung sei im Laufe des Jahres 2018 zu rechnen, so die Auskunft aus Freiburg.

Stickelberger quittierte die Klarstellung aus dem Regierungspräsidium mit Genugtuung und betonte, „weitere Verzögerungen“ bei dieser Hochwasserschutzmaßnahme wären in seinen Augen auch deshalb „fahrlässig“, weil im Zuge des Klimawandels die so genannten „Starkregenereignisse“ immer zahlreicher werden. Stickelberger: „Hoffentlich passiert bis zur Fertigstellung nichts“.

Welche Gefahren starke Regenfälle auf der B 518 heraufbeschwören können, hatte SPD-Fraktionschef Artur Cremans ausgerechnet. Bei durchaus realistischen Regenmengen von 70 Liter pro Quadratmeter sammelten sich seinen überschlägigen Berechnungen zufolge auf den rund 25 000 Quadratmetern Straßenfläche zwischen Eichener Höhe und B 317 rund 1,75 Millionen Liter Wasser an, die dann zu Tal schießen. In Anbetracht dessen könne er nur hoffen, dass die Straßenbehörde „ihren Verpflichtungen jetzt schnell nachkommt“.

 
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