Sportmix Linsenmaier: Vier Tore im ersten Drittel

Die Oberbadische

Eishockey DEL 2: EHC Freiburg schlägt Heilbronner Falken 6:3 / Neuer „Teddy-Bear-Toss-Rekord“

Es ist ein perfektes Wochenende für den EHC Freiburg gewesen. Dem 6:3-Erfolg am Freitag gegen Kaufbeuren folgte am Sonntag ebenfalls ein 6:3 gegen die Heilbronner Falken im heimischen Eisstadion an der Ensisheimer Straße. Und es gab einen neuen Rekord beim Teddy-Bear-Toss“: Die EHC-Fans spendeten 2793 Stofftiere.

Freiburg (pd/nod). Vier Tore eines Spielers in einem Drittel - gibt es dafür eigentlich einen Begriff? Niko Linsenmaier hat auf den guten alten Hattrick noch eins drauf gesetzt und in den ersten 20 Minuten des Spiels gegen Heilbronn gleich vier Mal eingenetzt.

Aber der Reihe nach: Zuerst einmal gab es nach 22 Sekunden die ersehnte erste Spielunterbrechung, als Freiburg im Angriff ein Icing produzierte - der laute Pfiff von Schiedsrichter Cori Müns war das mit Spannung erwartete Signal für die 2.319 Zuschauer in der Franz-Siegel-Halle, um mit einem minutenlangen Stofftierregen zu starten. Beim Teddy-Bear-Toss landeten insgesamt 2.793 Plüschtiere auf dem Freiburger Eis. Ein neuer Rekord. Die Plüschtiere wurden anschließend in Gemeinschaftsarbeit. Schiedsrichter Müns schnappte sich einen Plastiksack, Ville Järvelainen kehrte einige Tiere mit dem Stock zusammen, die Nachwuchsspieler der EHC sammelten Löwen, Bären und Tiger ein, und auch die Eiskunstläuferinnen der ESG halfen mit, die zahlreichen Spenden der Zuschauer zu versorgen.

Nach diesem bunten Auftakt ging’s rein in ein wildes, spektakuläres erstes Drittel zwischen beiden Mannschaften. Den Anfang machte eine doppelte Überzahlgelegenheit für den EHC, die Freiburg sehenswert ausspielte. Alex Brückmann zog die Heilbronner Box nach links, legte quer nach rechts ab auf Niko Linsenmaier, dessen Direktabnahme zum 1:0 ins Heilbronner Netz einschlug. Beim zweiten Treffer durch Freiburgs Topskorer kam die perfekte Vorlage von Chris Billich, der bei einer Zwei auf Eins-Situation auf den mitgelaufenen Linsenmaier abspielte - 2:0.

Doch die Falken steckten nicht auf und verkürzten durch Patrick Kurz (13.) in Überzahl auf 2:1. Der Verteidiger musste am langen Pfosten das genaue Zuspiel von Ville Järveläinen nur noch ins Netz tippen. Und es ging weiter, Schlag auf Schlag! Niko Linsenmaier war wieder an der Reihe, erneut in Überzahl hatte der EHC-Angreifer seinen eigenen Nachschuss mit der Rückhand zum 3:1 hoch ins Netz gesetzt. Tyler Gron in der 18. Spielminute zum 3:2 und erneut Niko Linsenmaier in der 20. Spielminute schraubten das Ergebnis schließlich auf 4:2. Linsenmaiers vierter Treffer an diesem Abend fiel sogar bei Freiburger Unterzahl, als Tobi Kunz alleine auf und davon zog, Falken-Keeper Andrew Hare konnte den ersten Versuch noch mit dem Schläger parieren, die Scheibe landete jedoch genau bei Freiburgs Nummer 9, der damit seinen vierten Treffer an diesem Abend erzielte. Mit 4:2 ging es in die erste Pause. Und es hätten durchaus noch mehr Treffer in diesem ersten Drittel fallen können, unter anderem scheiterte Heilbronns Angreifer Kevin Lavallée mit einem Penalty an EHC-Goalie Lukas Mensator.

Während das Spiel im ersten Drittel ganz klar von der Offensive dominiert wurde, zeigten sich die Abwehrreihen in den zweiten 20 Minuten kompromissloser. Klare Torchancen waren nun Mangelware, beide Mannschaften schenkten sich weiterhin nichts, die Zweikämpfe nahmen an Intensität zu. Aron Wagner nahm auf Höhe des Zambonitors einen harten Check und blieb lange liegen, konnte aber anschließend weitermachen. Gleiches galt für Chris Billich, der sogar kurzzeitig in der Kabine behandelt werden musste - aber auch der frühere Heilbronner Angreifer kehrte wieder aufs Eis zurück.

Vierter Freiburger Treffer in Unterzahl

Der EHC erhöhte in der 35. Spielminute erneut in Überzahl auf 5:2, diesmal war es Petr Haluza, der mit einem blitzschnellen Schuss aus der Drehung Andrew Hare bezwingen konnte. Aber die Falken hatte nur eine gute Minute später eine Antwort parat, Richard Gelke stellte den alten Abstand wieder her - der großbewachsene Falken-Stürmer lenkte einen Pass von Jonathan Harty an Mensator vorbei zum 5:3 in die Maschen.

Im Schlussabschnitt konzentrierte sich der EHC dann in erster Linie auf die Defensivarbeit und lauerte auf Konter, Freiburg spielte einfach, schnörkellos und blieb vor allen Dingen der Strafbank fern. Das Spiel lief nun immer wieder längere Zeit ohne Unterbrechung - gut für Freiburg, das den Vorsprung auch mit fortlaufender Spielzeit relativ sicher verwaltete. Wenn es einmal brenzlig wurde, war auf Lukas Mensator Verlass, der im letzten Abschnitt drei oder vier gute Möglichkeiten der Gäste zunichte machte.

Die Falken warfen gegen Ende noch einmal alles in die Waagschale und nahmen knapp zwei Minuten vor Schluss ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Es wurde noch einmal hektisch vor dem Freiburger Tor, Heilbronn hatte mehrere Abschlussmöglichkeiten, aber immer wieder warf sich ein Freiburger Spieler in die Schussbahn, Mensator besorgte den Rest und irgendwann kam Radek Duda mit der Scheibe aus dem wilden Getümmel vor dem Freiburger Tor heraus. Mit einem Solo übers komplette Eis und dem Schuss ins leere Tor machte er alles klar.

Tore: 1:0 (3.) Linsenmaier (Brückmann/Duda - 5:3), 2:0 (10.) Linsenmaier (Chris Billich), 2:1 (13.) Kurz (Järveläinen/Helms - 5:4), 3:1 (15.) Linsenmaier (Kunz/Billich - 5:4), 3:2 (18.) Gron (Lavallée/Schwartz - 5:4), 4:2 (20.) Linsenmaier (Kunz - 4:5), 5:2 (35.) Haluza (Vas/Duda - 5:4), 5:3 (37.) Gelke (Harty/Järveläinen), 6:3 (60.) Radek Duda (Petr Haluza - 5:6, Empty Net Goal). Zuschauer: 2.319. Kuscheltiere: 2.793. Strafminuten: Freiburg 8; Heilbronn 10

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