Weil am Rhein Beitrag zur Identifikation mit der Stadt

Weiler Zeitung, 24.04.2017 22:06 Uhr

Den spannenden Tag mit kurzen Führungen im Minutentakt (wir berichteten) haben die Stadtführer am Sonntagabend im Haus der Volksbildung mit einem Apéro beschlossen. VHS-Leiter Tom Leischner, Kulturamtsleiter Tonio Paßlick und Oberbürgermeister Wolfgang Dietz würdigten die Stadtführer und ihre Leistungen.

Weil am Rhein (sc). 20 Jahre Weiler Stadtführer – mit Kurzführungen und Informationen zu Weiler Persönlichkeiten feierten die engagierten Bürger den runden geburtstag. Interessante Geschichten über bekannte Menschen aus der Stadt lockten viele Interessierte zu den einzelnen Vorträgen. „Heute war ein toller Tag“, stellte Tom Leischner, Leiter der VHS Weil am Rhein, fest. Angefangen mit dem einladenden Wetter, sei der Tag trotz der vielen vorausgegangenen Arbeit entspannend gewesen.

Leischner zeigte sich beeindruckt von den jeweils zehnminütigen Vorträgen, die gleichsam als Häppchen serviert wurden. „Ich hoffe, dass sich viele Menschen dadurch für das ganze Menü begeistern“, sagte der VHS-Leiter.

„Persönlich berührt“ sei er durch verschiedene Momente gewesen, meinte Kulturamtsleiter Tonio Paßlick. Er habe an die Erwartungshaltung zu Beginn 1999, im Jahr der Landesgartenschau, gedacht und festgestellt, dass sich die Dynamik und der Schwung inzwischen verselbstständigt hätten.

Die 20 Jahre seien schnell vorbeigegangen. Geblieben sei „fundierte Kompetenz“, die grundlegend in die Stadt hineingetragen werde, sagte Paßlick. Es sei wichtig, die Einheimischen anzusprechen, sie mitzunehmen, dies besonders in den derzeitigen populistischen Zeiten. An der Landesgartenschau hätten die Stadtführer damit begonnen, „die wunderbare Region zu vermitteln und alle Ereignisse zu begleiten, die in den nachfolgenden Jahren passiert sind“. Die Stadtführer seien somit Zeitzeugen, tragende Elemente, dafür gebühre ihnen Bewunderung und Dank, sagte Paßlick.

Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, der mit seiner Frau Christine zur Abschlussveranstaltung gekommen war, betonte: „Es gibt wenig Ureinwohner in Weil am Rhein, wir sind eine Stadt der Zugezogenen.“ Hier sei es umso wichtiger, dass die Arbeit der Stadtführer mit ihren fundierten Beiträgen über Personen, Geschichte und Entwicklungen zur Identifikation mit der Stadt beitrügen und somit die Möglichkeit schafften, sich der Stadt zugehörig zu fühlen. OB Dietz sprach den engagierten Stadtführern seinen Dank und seine Anerkennung aus. „Bleiben Sie bei der Stange“, ermunterte Dietz, er hoffe auf die Resonanz in der Bürgerschaft, die die Stadtführer verdienten.

Ein geselliger Umtrunk, bei dem eine Brezel in der Form einer „20“ genossen wurde, und in dessen Rahmen viele Erinnerungen ausgetauscht oder neue Pläne geschmiedet wurden, beendete den besonderen Stadtführertag.