Weil am Rhein Flüchtlinge beschäftigen die Bundespolizei

Weiler Zeitung, 19.05.2017 23:05 Uhr

Weil am Rhein (mcf). Die Zahl der von der Bundespolizei Weil am Rhein aufgegriffenen Flüchtlinge an der deutsch-schweizerischen Grenze ist nach den aktuell vorliegenden Zahlen im März zwar leicht zurückgegangen, doch weiterhin würden vor allem Migranten aus Guinea, der Elfenbeinküste, Eritrea, Nigeria und Gambia versuchen, unerlaubt nach Deutschland einzureisen.

„Die Festlegung des Umfangs und der Intensität von grenzpolizeilichen Kontrollen an der deutschen-schweizerischen Grenze erfolgt durch die Bundespolizei grundsätzlich anlassbezogen auf der Grundlage einer ständigen Lagebeurteilung“, erklärt Bundespolizei-Sprecher Helmut Mutter gegenüber unserer Zeitung, mit welchen Szenarien für die nächsten Wochen und Monate geplant wird.

An der deutsch-schweizerischen Grenze im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein wurden 284 Flüchtlinge erfasst, im Vormonat waren es noch 337 und im Januar 324. Der Vergleich zum Vorjahresquartal zeigt aber, dass die Zahlen deutlich über denen des Vorjahres liegen. Im Januar 2016 wurden 104 Flüchtlinge erfasst, im Februar 64 und im März 47. Damit waren es im ersten Quartal 215 erfasste Flüchtlinge, dieses Jahr von Januar bis März 945, wobei es sich überwiegend um Migranten aus afrikanischen Staaten handelt.

Dem Flüchtlingsstrom begegnet wird dabei weiterhin mit aufgestocktem Personalbestand. Aktuell werden hier bis zu 50 zusätzliche Bundespolizisten eingesetzt. Hinzu kommt im Bereich der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein auch eine Bearbeitungsstraße in Efringen-Kirchen, die bei Bedarf aktiviert werden kann (wir berichteten). Darüber hinaus werde „sehr eng und kooperativ“ mit dem Schweizerischen Grenzwachtkorps zusammengearbeitet, auch mit gemeinsamen Streifen und Einsätzen.

 
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