Weil am Rhein VHS: Gute Weiterbildung ist gefragt

mme, 14.02.2017 16:45 Uhr
Außen frisches Frühlingsgrün, innen bunt und vielfältig – so präsentiert sich das neue Frühjahr/Sommer-Programm der Volkshochschule (VHS), das vergangene Woche an alle Haushalte verteilt wurde und gleichzeitig auch online ging. Dass es dieses Mal etwas länger dauerte, hat mit dem Semesterbeginn zu tun, den Tom Leischner als VHS-Leiter auf nach dem Ende der Fasnachtsferien legte.
 
Von Monika Merstetter
Weil am Rhein.Dafür gehen die Kurse bis zu den Sommerferien. Das kommt all denen entgegen, die sich eine kürzere Sommerpause wünschen. Der VHS-Leiter setzt auf viel Bewährtes, was die Bereiche Sprachen, Politik, Gesellschaft, Umwelt, Kultur, Gesundheit und Arbeit und Beruf abdeckt und bisher gut gelaufen ist. Dass im vergangenen Semester von 9072 Unterrichtseinheiten 89 Prozent stattfanden, ist ein besonders gutes Ergebnis.   2875 Anmeldungen für 305 Kurse trugen zu dem guten Ergebnis ebenfalls bei.
 
Bereits fast 1000 Anmeldungen
Beleg für die gute Qualität ist, dass es bereits fast 1000 Anmeldungen für weiterführende Kurse gibt. Besonders die Sprachkurse nehmen einen großen Raum ein, wobei es für die neuen Kurse Arabisch und Polnisch so gute Resonanz gab, dass beide weiterlaufen. Dazu gehören auch die mit drei- bis fünfmal pro Woche parallel laufenden Integrationskurse. Mehr gab es noch nie und mehr kann es auch nicht geben, da die Kapazitätsgrenze   erreicht sei, wie Leischner betonte.  Sandra Blumhofer leiste  dabei mit einer Halbtagesstelle ein enormes Pensum. In vergleichbaren Volkshochschulen liege die Betreuung dafür oft bei eineinhalb Tagesstellen.
Dass es im neuen Semester wenige neue Kurse oder Seminare gibt –  einer davon ist ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen und Frauen –  hat mehrere  Gründe, die im Moment die ganze Arbeitskraft anderweitig binden. Gerade werden nämlich die durch die Qualitätszertifizierung angeregten Evaluationsbögen ausgewertet und als Rückmeldung an die Dozenten weitergeleitet. Und  für ein neues PC-Programm sind  Mitarbeiter-Schulungen notwendig.
 
130 Dozenten sind im Einsatz
Darüber hinaus muss das Programm für die Außenstelle Vorderes Kandertal nach dem Umbau der Grundschule für den Herbst 2017 neu geplant werden. Daher freut sich das Team, dass es jetzt mit Eileen Biehle eine neue Kollegin gibt, die hauptsächlich an der Theke sich um den Kundenservice kümmert.
Als besondere Punkte stellt Tom Leischner den Fachbereich Kultur im Dreiländereck vor, der sich dem Thema Bodensee widmet, die Buchvorstellung „Flucht und Segen – die ehrliche Bilanz meiner Flüchtlingshilfe“ mit Ann-Kathrin Eckardt, den Aktionstag „20 Jahre Weiler Stadtführer – häppchenweise“, genauso wie das interessante Programm der Herbstzeitlosen, Café International und das Repair-Café.
Der auf der Homepage eingerichtete „Wunschzettel“ wird eifrig genutzt. Auch die Kursleitersuche ist sehr erfolgreich, was besonders für Deutschdozenten gilt. Aktuell wird jedoch jemand für Mathematik gesucht, der in den Osterferien einen Vorbereitungskurs für die Realschulabschlussprüfung anbieten kann.
Die rund 130 Dozenten finden ein gut bestelltes Feld vor. So gibt es Sprachkoordinatoren, die die einzelnen Kurse besuchen und vor allem neuen Dozenten bei Bedarf Unterstützung anbieten. Ebenso hat Tom Leischner als Fortbildungsbeauftragter der Region Hochrhein-Bodensee immer ein offenes Ohr für Weiterbildung und animiert gerne, einen der angebotenen Seminare für Kursleitende zu besuchen. Zudem ist diese Fortbildung ab 2017 für   Dozenten kostenfrei. Die große Teilnahme am Dozententreffen im Januar spreche für das gute Miteinander innerhalb der VHS.
 
Tom Leischner seit fünf Jahren VHS-Leiter
Seit fast fünf Jahren leitet Tom Leischner die  Weiler Volkshochschule und hat in dieser Zeit einiges bewegt. Ein besonderes Ereignis wird für ihn sein, dass im September offiziell „50 Jahre Haus der Volksbildung“ gefeiert wird. Dieses Fest wirft schon längst seine Schatten voraus: Neue schöne Gemälde schmücken die Außenfassade, der Durchgang zum KantGymnasium wurde neu gestaltet, an der Empfangstheke wurde ein Großbildschirm installiert, wo alle Kurse übersichtlich angezeigt sind, und am kommenden Sonntag startet im Rahmen des Stadtführerprogramms eine Führung mit Tonio Paßlick zum Thema „50 Jahre Haus der Volksbildung – Orte der kulturellen Bildung in der Stadt“.