Aitern Von der Aushilfslehrerin zur Rektorin

Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Schulleiterin Julia Bayer (Zweite von links): Schulrätin Regina Höfler, Kindergartenleiterin Barbara Behringer, Pfarrer Helmut Löffler und Bürgermeisterin Sigrid Böhler (von links). Foto: Paul Berger Foto: Die Oberbadische

Die kleinste Grundschule im Landkreis Lörrach findet sich in Aitern. Dass die Schule nach längerer Vakanz mit Julia Bayer nun wieder eine eigene Rektorin hat, erfüllt neben Schülern und Eltern das ganze Dorf mit Freude und Genugtuung, wie bei der offiziellen Amtseinführung am Donnerstag deutlich wurde.

Von Paul Berger

Aitern. Die Jüngsten begrüßten mit dem Lied, „Halli Hallo, wir Kindergarten-Kinder gratulieren euch“ die Gäste, zu denen Regina Höfler vom Staatlichen Schulamt Lörrach, zahlreiche Rektoren und Schulleiter benachbarter Schulen, Bürgermeisterin Sigrid Böhler sowie Bürgermeister a.D. Richard Renz, Gemeinderäte, Abordnungen der örtlichen Vereine und Pfarrer Helmut Löffler gehörten. Sie alle sind stolz auf die neue Schulleiterin.

Zehn Jahre ist es her, dass Julia Bayer, die zuvor an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg studiert hat und danach an verschiedenen Schulen im Land tätig war, als Aushilfslehrerin an die Grundschule in Aitern kam. Damals ahnte noch niemand, dass sie für lange Zeit bleiben wird. Doch wie das Schicksal manchmal spielt, fühlt sich die dreifache Mutter nicht nur in ihrer Rolle als Pädagogin in der Belchengemeinde gut angenommen, ebenso rasch fand sie auch Anerkennung bei Schülern und ihren Eltern. Darüber hinaus genießt sie die herrliche Landschaft am Fuße des Belchen, die ihr die Arbeit erleichtert.

„Sie gehen als Leiterin der Schule einen neuen Weg, der sie auch konzeptionell fordern wird“, gab Regina Höfler vom Staatlichen Schulamt der frisch gebackenen Schulleiterin für die weitere Zukunft mit auf den Weg.

Die Lehrpläne enthalten insbesondere individuelle Lernformen für Kinder im Alter zwischen drei und zehn Jahren, die in Aitern unter einem Dach sowohl in ihrer vorschulischen als auch schulischen Entwicklung begleitet werden. Neben 21 Schülern bietet das Bildungshaus derzeit 20 Kindergartenkindern einen Ort, an dem sie sich entfalten können. Wie wohl sich die Kinder in der kleinen Dorfschule fühlen, zeigten ihre kreativen und ideenreichen Aufführungen, mit denen sie das Programm auflockerten.

Hoch erfreut über die Besetzung der Schulleiterstelle zeigte sich auch Bürgermeisterin Sigrid Böhler: „Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass die nette Aushilfslehrerin Julia Bayer so lange an unserer Schule bleiben wird.“ Gleichzeitig bedankte sich die Bürgermeisterin bei Susanne Spiegelhalder-Rinderle, die – in ihrer Funktion als Übergangsschulleiterin – Julia Bayer letztlich zu dem Schritt, sich um die vakante Rektorenstelle zu bewerben, ermuntert hat.

Glückwünsche für Julia Bayer gab es auch vom Vorsitzenden des Fördervereins für das Bildungshaus, Jürgen Walliser, sowie von Katharina Umber als Sprecherin der örtlichen Vereine. Ute Walliser, Vorsitzende des Elternbeirats, sprach von einem großartigen Ereignis für die Kinder und die Schule. Lob kam ebenfalls von Junglehrer Johannes Nowak.

Sichtlich überwältigt bedankte sich die Rektorin bei allen, die sie bisher begleitet und unterstützt haben: „Ich bin mir meiner großen Verantwortung bewusst und werde mein Bestes geben“, versprach sie.

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