Anzeige Freisprechung der Gesellinnen und Gesellen

Die Oberbadische
Eine fundierte Ausbildung im Handwerk eröffnet zahlreiche Chancen für eine berufliche Karriere. Foto: Peter Ade

Kreis Lörrach (pad). Es gibt viele gute Gründe für eine Ausbildung im Handwerk: Sie macht Spaß und bietet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein Beruf im Handwerk ist indes nichts für Scheuklappenträger: Die Ausbildung ist breit und vielfältig. Ganz anders als in großen Unternehmen. Das heißt: Nur wer sich täglich auf neue Aufgaben einstellen kann, wer flexibel ist und Abwechslung mag, kommt gut durch die Ausbildung. Und gut in die Zukunft: Wer eine gute Ausbildung in der Tasche hat, findet auch in schwierigen Zeiten einen Job.

Handwerk ist Handarbeit und Kopfarbeit. Produktionsschritte müssen geplant werden, individuelle Kundenwünsche müssen berücksichtigt werden, und man muss auf unvorhergesehene Situationen reagieren können.

Handwerk heißt mit Händen, Geschick und Köpfchen arbeiten. Wer in einem Handwerksberuf gut und geschickt arbeiten kann, dem hilft diese Geschicklichkeit auch in anderen Bereichen. Handwerker sind eben immer eine Nasenlänge voraus, wenn es darum geht, eine schlaue Lösung zu finden. Das gilt im Beruf ebenso wie zu Hause.

In jedem Handwerksberuf lernt man Dinge, die man auch in anderen Berufen gut verwenden kann. Geschicklichkeit und Köpfchen sind überall gefragt. Dazu kommt eine qualifizierte Ausbildung auf einem bestimmten Gebiet. Mit diesem Rüstzeug findet man sich auch in einem anderen, verwandten Beruf leicht zurecht. Das gibt Sicherheit für die Zukunft.

Den bei der jüngsten Freisprechung zahlreich vertretenden Eltern bescheinigte Kreishandwerksmeister Martin Ranz große Weitsicht, dass sie ihren Kindern eine handwerkliche Lehre ermöglicht haben. Die Gesellenprüfung, so Ranz sinngemäß, sei der „Führerschein ins weitere Berufsleben“. Um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, würden in Zukunft verstärkt gute Fachleute benötigt.

Der Gesellenbrief sei indes nur die erste Herausforderung in einer handwerklichen Ausbildung. Viele weitere Chancen warteten auf die jungen Menschen – zum Beispiel der Meisterbrief mit der Möglichkeit zur Selbstständigkeit, der Betriebswirt im Handwerk oder gar ein späteres Studium. Ranz riet den Prüflingen: „Werben Sie mit dem Pfund Gesellenbrief und dem Handwerk.“

Keine App – möge sie noch so gut und schnell sein – werde den Gesellenbrief in Papierform ersetzen können. An die jungen Gesellen appellierte der Kreishandwerksmeister: „Seien Sie die zukünftigen Botschafter des Handwerks.“ Gleichzeitig forderte er dazu auf, in den Gemeinden aktiv zu sein, zum Beispiel in Vereinen und politischen Gremien.

Symbolisch für alle 167 erfolgreichen Gesellinnen und Gesellen überreichte Ranz der Kauffrau für Büromanagement, Melina Eckert, den Gesellenbrief. Danach interviewte er die junge Frau auf der Bühne, ebenso den Zimmerer Max Burgath und den Schreiner Jakob Suppinger.

Als Vertreter der Handwerkskammer Freiburg gratulierte Vorstandsmitglied Joachim Lederer den Prüflingen: „Sie haben jetzt die Eintrittskarte in ein neues Leben.“ Das weltweit anerkannte duale Ausbildungssystem sei das größte Kapital der deutschen Wirtschaft. Er betonte gegenüber den Gesellen: „Eure Karriereleiter beginnt mit dem heutigen Tag.“

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