Auggen „Die Vögel sind Psychoterror“

Anwohner des Auggener Rathausplatzes ärgern sich über den Lärm und Schmutz, den die Krähen dort verursachen. Foto: sba

Auggen - Gemeinderat Ingo Ehret nannte es „Psychoterror“: Schon seit geraumer Zeit machen die Krähen auf dem Auggener Rathausplatz den Anwohnern zu schaffen.

Anwohnerschreiben

Jetzt haben die Bürger sich mit einem Schreiben an die Verwaltung gewandt, informierte Bürgermeister Fritz Deutschmann in der Gemeinderatssitzung.

„Wir haben in der Sache bereits Kontakt mit unserem Baumpfleger Ulrich Pfefferer aufgenommen“, berichtete Bauamtsleiter Michael Simon weiter. Es gehe darum, auszuloten, welche Möglichkeiten es gibt.

In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass die Saatkrähe unter Artenschutz steht und die Vögel nicht vergrämt werden dürfen.

Im Herbst geschnitten

Aufgrund der Krähenproblematik waren die Bäume auf dem Rathausplatz im Herbst bereits so gut es ging zurückgeschnitten und die Nester entfernt worden. Allerdings könne man die Bäume nicht derart stutzen, dass die Vögel gar keine Nester mehr darin bauen, machte Simon deutlich.

Gemeinderat Ehret (CDU) brachte den Vorschlag aufs Tapet, die fünf Bäume auf dem Rathausplatz zu fällen, um das Problem zu lösen. Auch vor dem Hintergrund, dass die Wurzeln dieser Bäume bereits zu Verwerfungen auf dem Rathausplatz führten. Vielleicht könne man hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, meinte Ehret, der das Ganze auch als Chance sah, den Platz durch neue Bepflanzungen aufwerten zu können. „Vielleicht könnte man neue Bäume setzen, die nicht so hoch werden.“

Er selbst wohne in der dritten Reihe und bekomme dennoch einiges an Lärm mit. „Das ist Psychoterror, was die Vögel da treiben“, unterstrich er den Handlungsbedarf.

Über den Lärm der Vögel hatte ein Anwohner im Sommer 2018 bereits in einer Sitzung geklagt, dass er in den frühen Morgenstunden beginne und bis spät abends dauere.

Auf der Agenda

Deutschmann entgegnete, dass es die Überlegung zur Fällung und Platzgestaltung schon einmal gab, jedoch wegen den Kosten im Rat abgelehnt wurde. Das Thema soll nun in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen noch einmal aufgegriffen werden. Dafür hatte auch Gerhard Danner (Freie Wähler) plädiert.

Verwiesen wurde in der Sitzung auch darauf, dass es bei der Fällung von Bäumen rechtliche Schranken gibt: So ist es von März bis September nicht erlaubt, Bäume zu fällen oder Hecken und Bäume stark zu beschneiden.

Vielerorts ein Problem

Die Krähenplage ist landauf, landab ein Thema. In vielen Gemeinden an der Rheinschiene sorgen die schwarzen Flieger wegen Kot, Lärm und Schmutz für Ärger. In Müllheim wurde beispielsweise ein eigenes Konzept auf den Weg gebracht, um die Problematik mit den Saatkrähen in den Griff zu bekommen.

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