Auggen (boe). Viel Geld fließt in den Auggener Untergrund: Der Gemeinderat hat mehrheitlich den Auftrag für den ersten Bauabschnitt zur Umstellung von Misch- auf Trennsystem im Abwasserbereich vergeben. Knapp zwei Millionen Euro kostet die Maßnahme für den Bereich Dobelmatten mit Dietrich-Koger-Straße, Oberdorfstraße und Brunnenbuck. Der Auftrag für 1,92 Millionen Euro ging an die Eimeldinger Firma Oskar Vogel/Walliser-Bau.

Die Kosten liegen rund 200 000 Euro über dem kalkulierten Preis des Architekturbüros Himmelsbach und Scheurer, aber immer noch deutlich unter den beiden anderen Anbietern mit 2,3 beziehungsweise 2,5 Millionen Euro. Gründe für die hohen Preise sind der überhitzte Markt in der Baubranche und der Fachkräftemangel.

In der Angebotssumme sind die Kosten für die Verlegung von Leerrohren für die Breitbandversorgung in Höhe von knapp 50 000 Euro enthalten, wie Hauptamtsleiter Dirk Ehret erläuterte.

Kritik wegen den Kosten machte Bruno Kiefer (CDU) deutlich: „Können Sie mir garantieren, dass das nicht noch teurer wird?“ fragte er an die Adresse von Planer Adolf Himmelsbach, was dieser verneinen musste. Denn im Tiefbau gehe man immer ein Risiko ein. Zumal man vielfach nicht wisse, was dort anzutreffen sei, machte der Planer deutlich.

Die jetzige Auftragsvergabe erfolgte im zweiten Anlauf. Die erste Ausschreibung war vom Gemeinderat aufgehoben worden, weil sie die finanziellen Möglichkeiten der Kommune gesprengt hatte (wir berichteten). In diesem Zusammenhang war auch beschlossen worden, den ersten Bauabschnitt separat auszuschreiben.