Bad Bellingen Bürgernahe Polizei vor Ort

Die beteiligten Akteure vor dem künftigen Standort von Polizeiposten und Gesundheitszentrum im Bad Bellinger Kurgebiet (v. l.): Bettina Bouchner (Landratsamt), Ulrich und Sabine Heuer, Revierleiterin Kathrin Mutter, Polizeipräsident Franz Semling, Bauherr Thomas Kammerer, Bürgermeister Carsten Vogelpohl und Architekt Andreas Steinröder Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

„Man muss auch in der Pandemie an der Zukunft arbeiten“, sagte Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl bei der Vorstellung des geplanten Neubaus von Gesundheitszentrum und Polizeiposten im Kurhaus.

Von Alexander Anlicker

Bad Bellingen. Als gutes Signal für die Sicherheit im Dreiländereck bezeichnete Vogelpohl die Schaffung eines neuen Polizeipostens in der Bädergemeinde. Für die Gemeinde sei dies eine doppelte Chance, neben dem Thema Sicherheit auch das Thema Gesundheit (siehe unten stehenden Bericht) voranzubringen. Vogelpohl hieß seitens der Polizei den Freiburger Polizeipräsidenten Franz Semling, den Leiter der Schutzpolizei, Uwe Oldenburg, sowie die Leiterin des Polizeireviers Weil am Rhein, Kathrin Mutter, bei der Präsentation willkommen.

„Wir sind heute noch nicht glücklich, aber sehr zufrieden mit dem Zwischenstand. Glücklich sind wir, wenn wir Ende 2022 einziehen können“, betonte Polizeipräsident Semling. Zu verdanken sei dies einer innovativen und durchsetzungsstarken Revierleiterin, die sich die Struktur in ihrem Revierbereich angeschaut habe, sagte der Polizeipräsident. Er dankte auch Landrätin Marion Dammann, Kanderns Bürgermeisterin Simone Penner und deren Vorgänger Christian Renkert sowie Bürgermeister Vogelpohl für die Unterstützung. „Die Bürger können von noch näherer Polizei profitieren“, sagte Semling.

„Mir war es schon immer ein Anliegen, die Polizeipräsenz im ländlichen Raum zu erhöhen“, erläuterte Kathrin Mutter. Nach ihrem Amtsantritt als Revierleiterin, habe sie sich ein Bild von der räumlichen und polizeitaktischen Situation gemacht. Ziel sei, die begrenzten Personalstellen bestmöglich für alle Bürger im Revierbereich einzusetzen.

Die Analyse der polizeilichen Kriminalstatistik sowie der Einsatzorte führte zum Ergebnis, dass die meisten Einsätze entlang der Rheinschiene stattfinden. Bisher fahren die Einsatzkräfte des Polizeipostens Markgräflerland in zwei Drittel bis drei Viertel aller Fälle von Kandern ins Rheintal. Sie erläuterte dies am Fünf-Jahres-Durchschnitt der Kriminalstatistik, wonach 22 Prozent der Fälle auf Schliengen, 19 Prozent auf Bad Bellingen sowie 29 Prozent auf Efringen-Kirchen entfallen.

„Geld und Arbeitszeit könnten besser genutzt werden“, stellte Mutter fest.

Ergebnis dieser Analyse ist eine Zwei-Standorte-Lösung. Der Polizeiposten Markgräflerland in Kandern, der jüngst von sieben auf acht Stellen aufgestockt wurde, wird künftig in zwei eigenständigige Posten in Kandern und Bad Bellingen aufgeteilt. Vier Beamte bleiben in Kandern, vier – darunter voraussichtlich auch Postenleiter Peter Müller – werden nach Bad Bellingen wechseln. Darüber hinaus wird durch die Verlagerung einer Stelle vom Bezirksdienst nach Bad Bellingen am dortigen Standort eine zusätzliche Stelle geschaffen. Den Ausschlag für den Standort Bad Bellingen gab die Verkehrsanbindung nach Süden und Norden.

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