Bad Bellingen Kurpark fit für die Zukunft machen

Weiler Zeitung
Mit dem Förderzuschuss vom Bund kann der Kurpark mit dem Kursee in Bad Bellingen modernisiert werden.Foto: Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Bad Bellingen . Die Freude in Bad Bellingen ist groß: 800 000 Euro erhält die Gemeinde für das Projekt „Sanierung Kursee in Bad Bellingen“ über das Förderprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung in urbanen Räumen“ des Bundes (wir haben berichtet).

„Die Teilnahme als Modellprojekt bei diesem Bundesprogramm ermöglicht es der Gemeinde und der Bade- und Kurverwaltung, Schritte zur Klimaanpassung des Kurparks einzuleiten und das öffentliche Grün für Bevölkerung und Gäste auf Dauer attraktiv zu halten. Mit den vorgesehenen Maßnahmen wird der Kurparkweiher fit für die Zukunft gemacht“, betonen Bürgermeister Carsten Vogelpohl und Kurgeschäftsführer Dennis Schneider.

Schließlich sei der Weiher sanierungsbedürftig und die Folgen des Klimawandels im Kurpark machten sich bereits seit Jahren bemerkbar: Der Grundwasserspiegel sinkt ab. Die Wasserzufuhr zum Weiher wird immer geringer. Der Baumbestand leidet unter der zunehmenden Trockenheit.

Im Bewerbungskonzept von „Faktorgruen Landschaftsarchitekten Freiburg“ heißt es, dass im Kurpark ein gesamtplanerisches Konzept fehle. Die letzte Umgestaltung in den 1960er/70er-Jahren zeige sich noch deutlich in der Gesamterscheinung, die so nicht mehr zeitgemäß ist, so Faktorgruen. Auch die Wasserqualität entspreche nicht den Anforderungen eines zeitgemäßen Kurparks, findet das Büro. Wegen undichter Stellen im See besteht ein relativ hoher Wasserverlust, was nicht nachhaltig und unwirtschaftlich sei.

Erste Maßnahmen

Zunächst soll nun eine Bestandsaufnahme und eine detaillierte Analyse des Sees hinsichtlich seines Nährstoffhaushalts, der Sedimentmenge und Gewässermorphologie erfolgen. Unter Hinzuziehung eines Fachplaners sowie Spezialisten wird dann ein Sanierungskonzept erstellt, das dann in ein Gesamtkonzept mit einfließt.

Zur Gestaltung

Mit der Gestaltung des Entréeplatzes am Übergang von der Ortsmitte in den Kurpark entsteht eine neue Wasserachse in den Park hinein mit Quellbecken, Wasserlauf und Kaskaden.

Die Bastionen werden beibehalten und in die Umgestaltung integriert. Außerdem erhält der See kleine Stege, Sitz-Stufen am Wasser und Bänke, die als Aufenthaltsbereiche dienen. Die Uferzonen werden mit Flachwasserbereichen, Röhrichtsäumen und Uferstauden ausgestattet. Eine Fontäne dient als Blickfang und sorge zugleich für die Sauerstoffanreicherung im See, so Faktorgruen.

Die Wasserachse wird über ein Wegenetz von Osten nach Westen umspannt und mit Hilfe von Stichwegen miteinander verknüpft. Die Wegekonzeption besteht aus barrierefreien Haupt- und Nebenwegen mit wassergebundener Decke.

Angrenzende Biotope wie der westliche Feldgehölzsaum bleiben erhalten. Auch das Malhäusle mit WC und Kiosk westlich der Wasserachse soll in das Wegenetz einbezogen werden.

Hoher Zuschuss

„Der hohe Bundeszuschuss mit einer Förderquote von 90 Prozent ermöglicht es dem von der Corona-Krise finanziell schwer getroffenen Kurort, sein ambitioniertes Modernisierungsprogramm in den kommenden Jahren fortzusetzen“, freut sich Bürgermeister Vogelpohl. Abschließend dankt er dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Armin Schuster für die erfolgreiche Wahlkreisarbeit und die Unterstützung des Antrags.

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