Bad Bellingen Messgeräte zeigen Wirkung

Aufgrund der Messgeräte – hier bei Hertingen – bremsen viele Fahrzeuge deutlich ab. Es gibt aber auch Raser. Foto: Jutta Schütz Foto: Weiler Zeitung

Bad Bellingen (jut). Grundsätzlich zeigen die Geschwindigkeitsmesser, die im Hauptort und in den Teilorten installiert wurden, einen positiven Effekt. Ein Großteil der Fahrer bremst ab und hält sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit oder überschreitet sie nur leicht. Es gibt aber auch Raser, und zumindest die Ortseinfahrt nach Rheinweiler, wenn man von Kleinkems her kommt, ist hier ein Schwerpunkt für Temposünder, berichtete Hauptamtsleiter Hubert Maier im Gemeinderat. Maier stellte dem Gremium die Auswertung der Geschwindigkeitsmesser vor.

Die meisten Übertretungen der vorgeschriebenen Geschwindigkeit wurden an den Kreisstraßen und damit an den Ortsdurchfahrten gemessen, also an der Burgunderstraße in Rheinweiler, der Bellinger Straße in Hertingen und der Hertinger Straße in Bad Bellingen.

Auf der Hertinger Straße steht ein Geschwindigkeitsmesser in Höhe des neuen Baugebiets – hier gilt wie überall im Kernort Tempo 30. An dieser Messstelle sind die Überschreitungen nicht so hoch, vielleicht auch wegen des Baugebiets und der vielen dort parkenden Fahrzeuge, beziehungsweise den vorhandenen Fahrbahnverengungen.

Bei den Ortseinfahrten nach Rheinweiler und Hertingen gilt vor der Einfahrt in den Ort 70 km/h – „die Geräte, die dann kurz nach dem Ortseingangsschild in den Teilorten stehen, beginnen bereits frühzeitig mit der Messung, was irritierend sei, wenn man schon vor dem Ortsschild eine Geschwindigkeitsüberschreitung und die Warnung „zu schnell“ angezeigt bekomme, meinte Andreas Großhans.

Und auch wer denkt, dass er oder sie langsam unterwegs ist, bekommt gezeigt: „Die gefühlte und die tatsächliche Geschwindigkeit sind völlig verschieden“, gab Maier weiter. In Bamlach halten sich die meisten an das vorgegebene Tempolimit von 30 km/h in der Belchenstraße. „Aber auch hier gibt es deutliche Ausreißer nach oben. Wir haben auch schon Fahrer gemessen, die mit 70 km/h und mehr unterwegs waren“, stellte Maier fest. Bei Rheinweiler wurden sogar Geschwindigkeiten von weit über 100 km/h gemessen.

Die Nummernschilder und Daten werden gespeichert und ans Landratsamt zu weiteren Auswertungen übermittelt. Übrigens: Die Geräte messen die Geschwindigkeit auch unbemerkt vom Fahrer, wenn man aus dem Ort herausfährt und dann auch oft schon vorher Gas gibt.

Insgesamt, so bilanzierte Maier, gebe es bei der Auswertung mehr Licht als Schatten. Er empfahl, die Geräte in Betrieb zu lassen.

Bürgermeister Carsten Vogelpohl beurteilte die Auswertung als „spannend“. „Ich denke aber beim Blick auf die Grafiken und ,Torten’, die die Übertretungen in Prozentkuchenstücke aufteilen, dass die Leute insgesamt dank der Messgeräte bewusster fahren“, konstatierte er.

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