Bad Bellingen Offenlage im dritten Anlauf

Das Areal „Weingarten“ in RheinweilerFoto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Bad Bellingen (anl). Mit dem Bebauungsplan „Weingarten“ geht es voran. Der Bad Bellinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Änderung der Entwurfsplanung gebilligt und jetzt im dritten Anlauf die Offenlage beschlossen.

Planer Tilmann Liewer stellte dem Gremium den Werdegang und die aktuelle Planung des rund 1,3 Kilometer großen Plangebiets im Ortsteil Rheinweiler vor. Herausfordernd ist dabei der Westhang oberhalb der Bahngleise mit einem Höhenunterschied von bis zu 15 Metern.

Beim ersten Vorentwurf, der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel eine Bebauung mit Einzelhäusern und wenigen Autos vorsah, scheiterte in der frühzeitigen Beteiligung am Lärmschutz entlang der Bahngleise.

Der zweite Entwurf, der Einfamilienhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser im Süden vorsah, wurde vom Gemeinderat wegen einer 14 Meter hohen Scheinfassade beziehungsweise Lärmschutzwand abgelehnt.

Der aktuelle – vom Gemeinderat gebilligte – Entwurf für die Offenlage sieht 32 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern vor. Zur Bahn hin soll eine begrünte rund viereinhalb Meter hohe so genannte K-Nord-Lärmschutzwand entstehen. Neu ist eine Gestaltungssatzung, in der die Erfahrungen der Gemeinde aus anderen Gebieten einfließen, die ebenfalls sehr steil sind.

Projektsteuerer Frank Edelmann von der Firma Kommunalkonzept erläuterte, dass im Westen an der Bahnlinie zwei Reihenhäuser mit jeweils drei Wohneinheiten möglich seien. Darüber hinaus ging er auf das Thema Stellplätze ein. So seien für jede Wohneinheit zwei Stellplätze geplant, hinzu kommen noch einmal 20 öffentliche Stellplätze im Plangebiet.

Gemeinderat Wolfgang Müller erkundigte sich nach den Vorgaben hinsichtlich der Dachbegrünung und Photovoltaik, die in der Begründung des Bebauungsplans zwar erwähnt werden, aber in den Bauvorschriften nirgends auftauchten. Edelmann verwies darauf, dass man den Bauherren Dachbegrünung und Photovoltaik ermöglichen aber nicht explizit vorschreiben wolle. Das Thema Dachbegrünung ergebe sich aber unter anderem aus den Vorschriften zur Regenwasserrückhaltung.

Der Gemeinderat stimmte bei einer Enthaltung von Wolfgang Müller – dem der geplante Spielplatz im Baugebiet nicht ausreichte – für den Entwurf und die Offenlage.

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