Bad Bellingen Thermen wollen unter Rettungsschirm schlüpfen

Die kommunalen Thermen in Baden-Württemberg wollen unter einen Rettungsschirm des Landes schlüpfen.Foto: zVg/Bade- und Kurverwaltung Bad Bellingen Foto: Weiler Zeitung

Bad Bellingen. In den vergangenen Wochen wandten sich zwei kommunale Spitzenverbände an die Landesregierung, um Unterstützung insbesondere für die kommunalen Thermen im Land einzufordern, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Bürgermeister Carsten Vogelpohl und der Bade- und Kurverwaltung Bad Bellingen.

Der Tourismusausschuss des Gemeindetags Baden-Württemberg, dem auch Bürgermeister Vogelpohl angehört, hat ein Positionspapier erarbeitet, in dem er ein „Zukunftsprogramm öffentliche Tourismusinfrastruktur“ fordert. Dabei soll die Tourismusinfrastrukturförderung ausgeweitet und die Förderquote deutlich erhöht werden, was Vogelpohl besonders wichtig ist, um die anstehenden notwendigen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Therme finanzieren zu können. Dies sei auch vor dem Hintergrund notwendig, dass das Land die Thermen einzelner Staatsbäder komplett übernehme.

Ferner fordern Gemeindetag wie auch der Heilbäderverband Baden-Württemberg effektive Finanzhilfen zur Bewältigung der aktuellen Krise. Bisher sind kommunale Thermen vom Rettungsschirm ausgeschlossen. Der zusätzliche Finanzierungsbedarf stelle zahlreiche Tourismuskommunen vor eine kurzfristig kaum zu bewältigende Aufgabe, für Kommunen mit Schwerpunkt auf Thermal- und Heilbäder stelle die aktuelle Situation gar eine existenzielle Bedrohung dar, argumentiert der Gemeindetag.

Bad Bellingen hat sich in den vergangenen beiden Jahren mit großem Elan aufgemacht, die Thermen und Kureinrichtungen zukunftsfest zu machen: mit Bevölkerung und Leistungsträgern wurde ein neues Tourismuskonzept erarbeitet, eine Bewerbung für eine Gartenschau eingereicht, aktuell wird eine Machbarkeitsstudie für die Weiterentwicklung der Balinea Thermen erstellt. Das Maßnahmenpaket soll in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden. Der dramatische Einbruch im Tagesgeschäft hat die finanziellen Spielräume jedoch stark eingeschränkt und stellt die Existenz der Bade- und Kurverwaltung in Frage, sollte nicht in absehbarer Zeit Unterstützung kommen.

Bürgermeister Carsten Vogelpohl und Kurgeschäftsführer Dennis Schneider wollen die kommenden Monate nutzen, um die regionalen politischen Vertreter auf die aktuell angespannte Lage aber auch auf die Chancen für Bad Bellingen aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu werben. Den Anfang machen der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster sowie der CDU-Landtagskandidat Christof Nitz mit Zweitkandidatin Anja Herzog.

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