Badenweiler Eine Weißtanne zur Einstimmung

Pflanzen zur Einstimmung auf die Baumkulturtage eine Weißtanne: (v.l.) Ulrich Pfefferer (Baumexperte und Hauptorganisator), Alexander Horr (Geschäftsführer der Badenweiler Thermen und Touristik GmbH), Harald Schwanz (Leiter der Kurparkgärtnerei) sowie Martin Lunz (Das LiteraTheater Badenweiler). Foto: zVg

Badenweiler - Zur Einstimmung auf die Badenweiler Baumkulturtage vom 20. bis 23. Juni fand im Kurpark eine Baumpflanzaktion statt. Dem Thema der diesjährigen Baumkulturtage entsprechend wurde eine Weißtanne gepflanzt.

Zur Aufrechterhaltung der besonderen Artenvielfalt eines Arboretums sind jährliche Nachpflanzungen auch im Kur- und Schlosspark Badenweiler unerlässlich, heißt es in einer Pressemitteilung.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ergänzung von Sträuchern, Magnolien und sonstigen Gehölzen.

Im Beisein des Schirmherrn der Baumkulturtage, Alexander Horr, Geschäftsführer der Badenweiler Thermen und Touristik GmbH, und unter den Worten von Martin Lunz als „Dr. Wald“ legten der Müllheimer Baumexperte Ulrich Pfefferer sowie der Leiter der Kurparkgärtnerei, Harald Schwanz, letzte Hand an die Pflanzung der Weißtanne und beantworteten Fragen zu den Baumkulturtagen.

Diese einzigartige Tagungsreihe in ihrer nun dritten Auflage richtet sich an alle Baumfreunde, interessierte Laien, Gärtner und Förster. Nach dem Erfolg 2017 mit dem Mammutbaum und 2018 mit der Walnuss im Markgräflerland steht dieses Jahr die Weißtanne im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Erfolgreicher Waldbau, Mythen, Fakten, der Klimawandel, Tannenriesen, Tannenarten, die Tanne am Bau und in der Architektur, die Lyrik, aber auch die Kunst und die Kultur sind die vielfältigen Betrachtungsperspektiven an den vier Baumkulturtagen.

„Danach wird die Wahrnehmung der Weißtanne eine andere sein“, versprechen die Veranstalter.

Baumkulturtage mit buntem Programm

Die Baumkulturtage warten mit einem vielfältigen Programm auf:

Förster Jörg Gempp und Forstbezirksleiter Bernhard Schirmer bieten am Samstag, 22. Juni, eine Exkursion in die alten Weißtannenwälder bei Gersbach an. Sie erläutern vor Ort die erfolgreiche Bewirtschaftung. Aus diesem Wald stammen auch die Tannen, die das Expo-Dach im Jahr 2000 in Hannover trugen.

Die Verwendung des Weißtannenholzes im modernen Innenausbau ist bei der anschließenden Besichtigung des neuen Verwaltungsgebäudes der Elektrizitätswerke Schönau Thema. Architekt Armin Stoll aus Freiburg und Kilian Topp, Regionalmanager der EWS Schönau, erläutern die nachhaltige Verwendung dieser Holzart in der modernen Gebäudearchitektur.

Das Mondholz, über das Ernst Zürcher, Professor em. für Holzwissenschaften an der Berner Fachhochschule und Lehrbeauftragter für Holzkunde an der ETH Zürich und EPF Lausanne, am Sonntag, 23. Juni, referiert, ist ein Thema, das aufgrund wissenschaftlicher Studien auch Baumexperten und Holzproduzenten interessiert.

Dem Gedanken „Was könnten wir von Bäumen lernen? Von den Bäumen zur Kultur – und retour“ widmet sich Johann Pfefferer-Wolf, Professor em. für Psychiatrie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Über das Bauen und Arbeiten mit der Weißtanne spricht am Freitag, 21. Juni, Geschäftsführer und Projektentwickler Willi Sutter vom gleichnamigen Planungsbüro aus Kirchzarten.

Um Mythen, Fakten und den Klimawandel geht es bei Ulrich Kohnle von der Abteilung Waldwachstum an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg.

Mit Tannenriesen, Baumdenkmalschutz im Wald und den Chancen dieser Baumart im Wald der Zukunft, beschäftigt sich Buchautor und Forstdirektor i.R. Wolf Hockenjos.

Startschuss für die Tagung ist die Besichtigung der Kurparkgärtnerei, die am Donnerstag, 20. Juni, stattfindet und der am Abend „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff folgt, inszeniert vom Litera­Theater Badenweiler.

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