Basel Alle Anlaufstellen unter einem Dach

In dem Zentrum werden Dienste gebündelt. Foto: Steineck Foto: Die Oberbadische

Basel (ads). Wer sich in Basel bisher über mögliche Berufe informieren wollte oder Beratungsbedarf hatte, der musste oftmals verschiedene Anlaufstellen aufsuchen. Das hat mit dem Haus der Berufsbildung an der Rosentalstraße 17 ein Ende. Seinen Betrieb aufgenommen hat das Berufsbildungszentrum bereits zum 1. Dezember vergangenen Jahres, am morgigen Samstag wird es mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht.

Ein „lang gehegter Traum“ des Erziehungsdepartements Basel-Stadt sei mit dem neuen Zentrum in Erfüllung gegangen, sagte Departementsvorsteher Conradin Cramer beim gestrigen Pressegespräch. Der Kanton setze damit auch ein Zeichen, dass er die Berufsbildung wertschätze. In Basel absolvieren laut Cramer mehr als die Hälfte aller Jugendlichen nach der Schule eine Berufsausbildung, schweizweit seien es sogar drei Viertel.

„Die Berufsbildung hat jetzt eine Adresse“, freute sich Ulrich Maier, Leiter Mittelschulen und Berufsbildung. Das sei auch notwendig, denn allein am Basler Berufs-Informationszentrum (BiZ) gibt es jährlich 2000 Einzelberatungen bei insgesamt 12 000 Besuchern.

Bei der Beratung gilt das Wohnortprinzip

Lars Hering, Leiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, ging im Gespräch mit unserer Zeitung auf das Wohnortprinzip ein. Dieses besagt, dass Klienten des Hauses der Berufsbildung in Basel-Stadt ihren Wohnsitz haben sollten. Einwohner des Landkreises Lörrach können zwar problemlos die Kurzzeitberatung im BiZ, nicht aber die längere Einzelberatung nutzen. Natürlich werde in dringenden Bedarfsfällen nicht als erstes gefragt, ob ein Ratsuchender auch im Kanton Basel-Stadt wohne. Aber dies sei doch etwas, was aufgrund des Wohnortprinzips relativ früh gefragt werden müsse.

Insgesamt werden in dem Gebäude an der Rosentalstraße 17 auf vier Stockwerken und 2500 Quadratmetern Fläche sieben Dienste des Erziehungsdepartements zusammengefasst. Neben der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung findet sich die Fachstelle Erwachsenenbildung ebenso dort wie die Fachstelle Förderung und Integration (FFI). 92 Arbeitsplätze wurden im Haus der Berufsbildung eingegliedert.

Die Kriseninterventionsstelle (KIS) ist ebenfalls in das Gebäude umgezogen, ebenso die Lehraufsicht, das Zentrum für Brückenangebote und das Fallmanagement der Berufsbildung.

Der Mehrwert dieser Zusammenfassung von Diensten, wie sie laut Maier etwa im Tessin schon seit längerem praktiziert wird, liege in den kurzen Wegen, dem direkten Austausch und der damit verbundenen Niederschwelligkeit. „Alle wichtigen Kernstellen sind da“, sagte Maier.

Weitere Informationen: Wer das Haus der Berufsbildung, Rosentalstraße 17 in Basel, besichtigen will, hat dazu am morgigen Samstag beim Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr Gelegenheit. Nähere Informationen gibt es unter www.rosental17.bs.ch.

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