Schafisheim (sda) Der mutmaßliche Vierfachmörder von Rupperswil im Aargau ist therapiefähig, wie beide psychiatrischen Gutachter unabhängig voneinander gestern vor dem Bezirksgericht Lenzburg aussagten. Über den Erfolg einer Therapie konnten sie keine verbindlichen Aussagen machen. Der 34-jährige Beschuldigte habe eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, sagten die beiden Experten Elmar Habermeyer und Josef Sachs. Sie hatten den jungen Mann unabhängig von einander begutachtet. Dazu komme die pädosexuelle Neigung. Eine solche sei nicht heilbar, man könne aber lernen, damit deliktfrei umzugehen.

Eine Einschränkung der Schuldfähigkeit sah keiner der beiden Gutachter. Der Beschuldigte habe seine Tat genau geplant und zielgerichtet durchgeführt. Auf Unterwartetes habe er besonnen reagiert. Wann immer Unsicherheit aufgekommen sei, habe er sich auf seinen Tatplan zurückbesonnen.