Basel Basels musikalischer Schatz

Die Oberbadische, 18.08.2018 04:57 Uhr

Basel. „Wir sind eine pulsierende Musikstadt“, sagt Hans-Georg Hofmann. Er gehört zum Vorstand des Trägervereins und war einer der Initiatoren, die 2014 das Festival KlangBasel aus der Taufe gehoben hatten. Zuweilen sei er selbst verblüfft darüber, welchen Reichtum an Ensembles, Solisten und kreativen experimentierwilligen Musikern es in der Stadt gebe. Diesem musikalischen Schatz widmet sich die dritte Auflage des dreitägigen Festivals KlangBasel, das mit Schwerpunkt in Kleinbasel vom 14. bis 16. September stattfindet.

Drei Tage, 500 Mitwirkende, über 100 Konzerte an 30 Orten: Das erzeugt fast schon anregenden musikalischen Dichte-Stress, meint Luca Studer, der als Co-Leiter mit für das Programm verantwortlich zeichnet, bei der Pressekonferenz.

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Die Stadt wird tönen und klingen – und das in den verschiedensten Facetten. Unmöglich, einen Gesamtüberblick zu geben, empfehlenswert sind deshalb die Flyer. Sie kennzeichnen familienfreundliche sowie Gratis-Angebote, der skizzierte Plan mit den teils unbekannten Lokalitäten erleichtert die Orientierung.

Dichte und Qualität

Die Musikszene Basels und der Regio konnte sich im Vorfeld für die Teilnahme bei KlangBasel bewerben. „Niederschwelligkeit ist uns wichtig, sowohl bei den Mitwirkenden als auch beim Publikum“, betont Studer. So entstehe ein Dialog zwischen Basler Musikinstitutionen, der Avantgarde, einzelnen Musikern, Bands oder Gruppen sowie der freien Szene. „Im Vergleich zur Einwohnerzahl gibt es kaum Städte, die über so viel Dichte und Qualität im Musikbereich verfügen wie Basel.“

Zu hören ist quasi alles: Flügel und Fagott, Bass und Banjo, Laute und Lautes. Musikstilen sind keine Grenzen gesetzt: Jazz, Klassik, Elektronisches, Alte und Neue Musik, HipHop, Hardrock oder Pop mit Orchester. Auch Installationen, Performances oder genreübergreifende Kombinationen wie Musik und Tanz oder Musik und Literatur sind bei KlangBasel willkommen.

Die Bandbreite ist groß. Es gibt das familienfreundliche Gratisangebot „KlingKlangKlung! Basel klingt, aber wie“, bei dem sich die Teilnehmer auf eine Klangreise durch Kleinbasel begeben. Oder Violoncello in der Stube, zwei Studenten, die Klassik, Tango und Volksmusik spielen. Ein intimes Konzerterlebnis bei Kronleuchter und Flügel verspricht ein Abend im Grand Hotel Les Trois Rois. DJs wiederum mischen Klassik im Hirscheneck auf. Jazzstandarts sind auf der St. Johann Fähre „Ueli“ zu hören. Während in der Kartäuserkirche eine Bach-Hommage gegeben wird, unter anderem mit einer Basler Erstaufführung eines Werks des Bach-Sohns Johann Christoph Friedrich.

Schon an diesen Beispielen lässt sich ablesen, dass neben den ausgefallenen Klängen auch neue Örtlichkeiten via Musik erlebbar werden. Der Jazzcampus ist dabei ein zentraler Ort, bespielt werden aber auch öffentliche Plätze wie der Claraplatz oder unter der Wettsteinbrücke.

Hilfestellung für überforderte Musikfans bieten drei von den Veranstaltern zusammengestellte Tourenvorschläge: einmal für entspannte Genießer und neugierige Entdecker. Dort gibt es Konzerte mit zarten Tönen und in außergewöhnlichem Ambiente. Die zweite Tour steht unter dem Motto „KlangBasel für Mitmachfreudige“ – egal welchen Alters. Und der dritte Tourvorschlag steht unter dem Motto „KlangBasel für Actionhelden mit viel Emotion und Adrenalin“ samt herausfordernden Experimenten durchs wilde Musikleben.

  Tickets www.starticket.ch; Tagespass: 30 Franken, Festivalpass: 60 Franken; Infostand: Jazzcampus, Utengasse 15; www.klangbasel.ch

 
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