Basel Binnenmarkt weiterhin stabil

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Für nächstes Jahr gehen die Seco-Ökonomen von einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 2,3 Prozent aus. Foto: pixabay

Der Schweizer Arbeitsmarkt hält sich im Oktober sehr gut.

Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich auch im Oktober robust gezeigt. Es gab nur einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen, die Quote blieb unverändert. Für die Zukunft ist ebenfalls nicht mit einer starken Trendwende zu rechnen.

Im Kanton Basel-Stadt hat es im Oktober etwas mehr Arbeitslose gegeben. Die Arbeitslosenquote nahm auf 3,1 Prozent zu. Dies entspricht einem Plus von 0,1 Prozentpunkten. Im Kanton Baselland verblieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 1,8 Prozent. Schweizweit verharrte die Quote bei zwei Prozent, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervorgeht. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg im Stadtkanton um 142 auf 3137 Personen. Im Kanton Basel-Landschaft waren 2653 Arbeitslose registriert – 25 weniger als im Vormonat. Die Zahl der Stellensuchenden nahm in Basel-Stadt um 189 auf 5088 zu, in Baselland wuchs sie um 213 auf 4785 Personen an.

Ende Oktober waren im Kanton Basel-Stadt 1242 offene Stellen gemeldet. Das waren 343 weniger als im Vormonat. Im Kanton Basel-Landschaft nahm die Zahl der offenen Stellen um 128 auf 1455 zu. Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent auf 2,2 Prozent gestiegen und liegt damit über dem Schweizer Durchschnitt. Die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Personen nahm um 132 auf 8184 zu, wie das Departement Volkswirtschaft und Inneres am Dienstag mitteilte. Im Oktober haben sich der Mitteilung zufolge 2078 Personen auf den sieben regionalen Arbeitsvermittlungszentren angemeldet, 1641 Personen wurden abgemeldet. Die Zahl der Stellensuchenden habe damit um 437 Personen auf 13 708 zugenommen, hieß es. Die abgemeldeten Personen seien im Schnitt 243 Tage auf Stellensuche gewesen. Gemeldete offene Stellen gab es Ende Oktober im Kanton Aargau 4156, 39 mehr als im Vormonat.

Schweizweit waren Ende Oktober bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 93 563 Menschen als arbeitslos gemeldet. Das waren 2737 mehr als im September. Zwar hinterlasse die schwächere internationale Konjunktur langsam ihre Spuren, allerdings primär in exportorientierten Branchen wie der MEM-Industrie, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, an einer Telefonkonferenz. Derweil halte sich der Binnenmarkt weiter sehr gut. Zudem gebe es keine signifikanten Anstiege bei Insolvenzen oder Massenentlassungen.

„Für Oktober ist zudem eine Arbeitslosenquote von zwei Prozent ein sehr gutes Zeichen“, so Zürcher weiter. Denn normalerweise tritt dann bereits die saisonale Wende ein, die in den Monaten November, Dezember und Januar ihren Höhepunkt erreicht. Der Grund dafür ist die Witterung, welche etwa auf dem Bau und in der touristischen Gastronomie für weniger Arbeit sorgt. Dann sei auch mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. „Es wird aber kein struktureller Zuwachs erwartet“, sagte Zürcher. Entsprechend dürfte die Arbeitslosenquote auch im Rest des Jahres nahe bei zwei Prozent liegen.

Für 2024 gehen die Seco-Ökonomen dann von einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 2,3 Prozent aus. „Diese Entwicklung wird aber eher schleichend vonstatten gehen. Wir sprechen hier nicht von einer fundamentalen Trendwende, sondern von einer Normalisierung“, erklärte Seco-Mann Zürcher.

Bislang sei man vom starken Arbeitsmarkt trotz der Verlangsamung der internationalen Konjunktur verwöhnt worden. „Die Arbeitslosenquote liegt weiter auf historisch tiefem Niveau“, klärt der Experte. Dominierend sei zudem weiterhin das Thema Fachkräftemangel, das durch den leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit dann vielleicht eine gewisse Entspannung erfahre. Nur eine sehr kleine Rolle am Schweizer Arbeitsmarkt spielt entsprechend nach wie vor das Instrument der Kurzarbeit.

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