Basel Damit der Verkehr fließen kann

Die Basler Regierung will innerhalb der nächsten fünf Jahre das kantonale Verkehrskonzept optimieren. Foto: Archiv

Basel - Die Basler Regierung will den Verkehr künftig optimal lenken. Der Autoverkehr soll konsequenter auf den Hauptverkehrsachsen unterwegs sein und hier zügiger vorankommen, hat der Regierungsrat gestern mitgeteilt.

Künftig soll der motorisierte Individualverkehr (MIV) mehr auf den Autobahnen und den verkehrsorientierten Straßen kanalisiert werden, lautet der Wunsch der Regierung. Damit dies gelingt, soll der Autoverkehr gerade an neuralgischen Punkten möglichst flüssig abgewickelt werden.

Staus sollen verlegt werden

Einen Beitrag hierzu können die sieben geplanten Dosieranlagen leisten: Während der Hauptverkehrszeiten sorgt die Dauer der Grün- und Rotphasen an den entsprechenden Lichtsignalanlagen für einen möglichst optimalen Verkehrsfluss. Gleichzeitig werden unvermeidbare Staus vermehrt in wenig sensible Straßenräume verlegt und die Situation für den Fuß- und Veloverkehr verbessert, heißt es weiter. Die Dosieranlagen werden so eingestellt, dass weder der Verkehrsablauf an benachbarten Knoten noch der öffentliche Verkehr behindert werden.

Vergangenes Jahr hatte das Bau- und Verkehrsdepartement den Einsatz solcher Dosieranlagen (längere Rotphasen) an der Kreuzung Elsässer- und Hüningerstraße im Rahmen eines Pilotversuchs getestet.

Wohnquartiere werden entlastet

Wenn der Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen besser fließt, werden die Wohnquartiere bereits entlastet. Zusätzliche Maßnahmen sollen die Situation weiter verbessern. Hierzu gehört eine optimierte Wegweisung, die auch mit den Herstellern von Navigationsgeräten koordiniert ist. So sinkt das Risiko, das Ortsunkundige aus Versehen durch die Quartiere fahren und Umwege in Kauf nehmen müssen, schreibt der Regierungsrat. Abbiegeverbote oder Einbahnstraßen können die Quartiere darüber hinaus vom Durchgangsverkehr entlasten.

Lenkung über Kantonsgrenze hinweg

Für den Raum GroßbaselWest sieht die Regierung ein neues Projekt vor: Hier soll der Kanton gemeinsam mit den Nachbargemeinden und Baselland weitere Verkehrslenkungsmaßnahmen entwickeln, da eine rein städtische Steuerung, die an der Kantonsgrenze Halt macht, keine optimale Wirkung erzielen kann.

Umsetzung innerhalb der nächsten fünf Jahre

Die Umsetzung der Maßnahmen ist mehrheitlich in den kommenden fünf Jahren geplant. Sie wird mit anstehenden Straßenunterhaltsprojekten koordiniert und kostet insgesamt 1,22 Millionen Franken.

Weltweit haben bereits zahlreiche Städte solche Verkehrslenkungen eingeführt, in der Schweiz sind dies unter anderen die Städte Zürich und Bern. Dort ist die Stausituation wesentlich akzentuierter als in Basel, heißt es weiter. Mit der Verkehrslenkung konnten dort positive Ergebnisse erzielt werden, sodass diese heute akzeptiert sind.

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