Basel Lage in Basel-Stadt gilt als stabil

Man habe sich mit der Pandemie-Situation arrangiert, meint Basler Kantonsarzt Thomas Steffen (Symbolfoto). Foto: Die Oberbadische

Basel - Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger bezeichnet die momentane epidemiologische Lage im Stadtkanton als „stabil“. Der kommenden kälteren Jahreszeit blickt der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz deshalb „vorsichtig optimistisch“ entgegen.

Im Kanton Basel-Stadt sind seit dem Schulstart nach den Sommerferien Mitte August insgesamt 15 Kinder und Jugendliche sowie zwei Lehr- und Betreuungspersonen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zudem mussten 61 Kinder und sieben Erwachsene in Quarantäne, weil sie engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

Angesteckt hatten sich die 17 Personen allerdings außerhalb der Schulen, wie der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen jetzt vor den Medien sagte. In den Schulen selber sei keine einzige Ansteckung registriert worden. „Das ist hoch erfreulich, und wir haben das nicht so positiv erwartet. Das zeigt, dass die Schutzkonzepte in den Schulen und Kitas funktionieren“, meinte Steffen. „Mein Eindruck ist, dass sich die Leute gut mit der Situation arrangiert haben – so etwa mit der Maskenpflicht in den Läden.“

Die Situation könne sich aber sehr schnell und dynamisch wieder verändern. Man müsse mit möglichst wenig menschlichen Opfern und ohne wirtschaftlichen Schaden durch den Winter kommen.

Ziel sei es, mit wenigen Fallzahlen in die kältere Jahreszeit einzusteigen, betonte Engelberger. Deshalb sei das Einhalten von Verhaltens- und Hygieneregeln weiterhin wichtig, und bei den bevorstehenden Herbstferien sei das Befolgen der Quarantäneregeln zentral. Der Gesundheitsdirektor hofft, dass man mit einer Impfung ab kommendem Frühling aus der Krise finden könne.

Momentan würden in Basel-Stadt vor allem 21- bis 30-Jährige an Covid-19 erkranken, weshalb die Situation in den Krankenhäusern ruhig sei, sagte Engelberger. Doch leider seien langsam auch wieder zunehmend alte Menschen von Covid-19 betroffen. Diese Dynamik gelte es zu bremsen.

15 Betriebe waren vorübergehend geschlossen

Im Hinblick auf die Großveranstaltungen, die ab dem 1. Oktober wieder erlaubt sind, erklärte Engelberger: „Wir sehen unsere Rolle nicht darin, diese Veranstaltungen zu verhindern.“

Wie Steffen ausführte, haben sich seit dem 6. Juli insgesamt 3111 Reiserückkehrer, die in Quarantäne mussten, beim Kanton gemeldet. Stichprobenartig sei bei 194 Personen kontrolliert worden, ob sie sich an die verordnete Quarantäne halten würden. „Wir sind erstaunt, wie gut sich die Leute daran halten. Bisher mussten wir nur in einem Fall eine Strafanzeige einreichen“, sagte Steffen.

Bis zum 16. September hat der Kanton zudem 1692 Betriebe und 181 Baustellen auf Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen kontrolliert. 15 Betriebe mussten vorübergehend geschlossen werden, durften aber nach Nachbesserung ihrer Schutzkonzepte wieder öffnen.

Basel-Stadt verzeichnete bis vergangenen Mittwoch 1296 Coronavirus-Infektionen, darunter 33 aktive Fälle. Zwei Personen befanden sich im Krankenhaus. 54 Personen waren seit Pandemiebeginn gestorben. In Quarantäne waren 457 Personen, davon 389 Reiserückkehrer.

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