Basel Die Weiten des Universums

SB-Import-Eidos
Das Sinfonieorchester Basel Foto: Pia Clodi (Peaches&Mint)

Basel (sda). Werke für große Formationen stehen im Zentrum der Saison 2022/2023 des Sinfonieorchesters Basel. Für ein großes Orchester schreibt etwa der 1958 geborene schwedische Composer in Residence, Anders Hillborg, der mit mehreren seiner Werke einen Programmschwerpunkt bilden wird.

Von einem von Hilborgs Orchesterwerken wurde denn auch das Spielzeitmotto entnommen, wie Hans-Georg Hofmann, der künstlerische Direktor des Sinfonieorchesters Basel an der Spielzeit-Präsentation sagte. „Sound Atlas“ heißt die Komposition aus dem Jahr 2018, die wie vier weitere Werke Hillborgs zur Schweizerischen Erstaufführung kommen werden.

Hillborgs Schaffen kann man gut mit Klanglandschaften umschreiben. Die Zuhörer werden auf einen Flug durch die Weiten des Universums mitgenommen. „Wenn Stanley Kubrick für ein Remake von „2001“ zurückkehren würde und einen Soundtrack bräuchte? Hillborg wäre sein Mann“, schrieb die „Financial Times“ nach der Uraufführung des Werks.

Wie wenn es darum ginge, nach den Kontakteinschränkungen der Corona-Jahre nun mit der ganz großen Kelle anzurichten, geht es mit großen Orchesterwerken weiter: unter anderem mit Sergei Rachmaninows 2. Sinfonie, Bruckners 9. Sinfonie, Gustav Mahlers 4. Sinfonie oder einer konzertanten Aufführung des 3. Akts von Richard Wagners „Siegfried“.

Auffallend viele programmierte Werke stammen übrigens von russischen Komponisten: Neben Rachmaninow sind da Tschaikowski, Schostakowitsch und Strawinsky im Programm. Die Namen will man im Sinfonieorchester aber keineswegs als Plädoyer irgendwelcher Art verstanden wissen. Seine Solidarität hat das Orchester, das ukrainische und russische Musiker vereint, mit einem Benefizkonzert bereits bewiesen.

Und wieder eignet sich der Name Hillborg für den Übergang zu Werken mit kleineren Orchesterformationen. Der schwedische Komponist hat sich auch einen Namen gemacht als Bearbeiter von Werken Bachs. In Basel wird seine Bearbeitung von „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ zu erleben sein.

Mit diesem Programm hofft das Sinfonieorchester Basel, seinen erfolgreichen Weg weiter begehen zu können. Trotz Pandemie konnte es die Abonnementszahlen markant steigern: um 16 Prozent 2020/2021 und um weitere acht Prozent in der laufenden Spielzeit. Orchesterdirektor Franziskus Theurillat wertete dies als großen Erfolg zumal andere Orchester empfindliche Einbußen hätten hinnehmen müssen.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Saskia Esken

SPD-Chefin Saskia Esken hat in Sachen Benzinpreise schärfere Maßnahmen wie ein befristetes Tempolimit und Fahrverbote ins Spiel gebracht. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading