Basel Ehre für einen großen Humanisten

SB-Import-Eidos
Das Erasmushaus Foto: HMF

Basel. Vom 12. bis 18. September veranstaltet das Hochrhein Musikfestival erstmalig das interdisziplinäre Festival „Erasmus klingt – Festival Lab“ in Basel, welches Erasmus’ Wirken auf die Wissenschaften der folgenden Jahrhunderte beleuchten möchte. In jeder Ausgabe wird ein Werk Erasmus’ in den Mittelpunkt gestellt.

Europa durch kulturelle Wurzeln vereint

Warum ein Festival zu Ehren des Humanisten Erasmus von Rotterdam? Warum in einer Stadt wie Basel? Erasmus war ein Gelehrter, der im 15. und 16. Jahrhundert lebte und durch ganz Europa reiste. In seinen Werken entwickelt sich der Traum von einer Menschheit, die durch gemeinsame kulturelle Wurzeln vereint ist. Aus diesem Grund wählte die Europäische Union 1987 Erasmus als Symbol einer intellektuellen Gemeinschaft, die Ländergrenzen überwindet und Vielfalt nicht als ein trennendes, sondern vielmehr als ein bereicherndes Element erachtet. Nicht ganz zufällig ist auch Basel – wo Erasmus lebte und 1532 starb – eine kosmopolitische Stadt, in der Menschen aus der ganzen Welt zusammentreffen. Aus all diesen Gründen ist die Stadt Basel der ideale Ort, um einen neuen experimentellen Raum zu schaffen, ein Laboratorium, in dem sich verschiedene Kulturen, Erfahrungen und Disziplinen gegenüberstehen können. Dieses Laboratorium ist „Erasmus klingt!“, ein interdisziplinäres künstlerisches Festival, das im September zum ersten Mal stattfindet.

Das Thema der ersten Ausgabe lautet „Follia“, inspiriert durch eines der bekanntesten Werke von Erasmus, „Lob der Torheit“, das 1511 erstmals veröffentlicht und zu einem der erfolgreichsten Werke des Jahrhunderts wurde.

Sechs hochkarätig und mit international renommierten Stars besetzte Barockkonzerte sowie Lesungen, Colloquien, Podiumsdiskussionen, Laboratorien, Führungen und mehr bieten spannende Entdeckungen in Musik, Musikwissenschaft, Philosophie, Geschichte, Basler Stadtgeschichte und Literatur an. Im Konzert zu erleben sind unter anderen das Freiburger Barockorchester mit René Jacobs, das Venice Baroque Orchestra und die Sängerin Magdalena Kožená, das Huelgas Ensemble mit Paul van Nevel, die Blockflötisten Dorothee Oberlinger und Maurice Steger und viele mehr. Der Basler Schriftsteller Alain Claude Sulzer liest an fünf Konzerten Ausschnitte aus Erasmus‘ „Lob der Torheit“ und leitet spannende Podiumsdiskussionen unter anderem mit Gästen wie Christine Christ-von Wedel, Harald Schmidt oder Tobias Roth.

Das interdisziplinäre Festival ist mit den Kooperationspartnern wie der Universität Basel, der Schola Cantorum Basiliensis und verschiedenen Basler Museen entwickelt und geplant worden. Künstlerischer Berater sind der Musikwissenschaftler Giovanni Andrea Sechi und der Schriftsteller Alain Claude Sulzer.

Der Vorverkauf läuft unter kulturticket.ch oder bei den üblichen Vorverkaufsstellen.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Altkanzler Gerhard Schröder

Was halten Sie davon, dass Alt-Kanzler Gerhard Schröder SPD-Mitglied bleiben darf?

Ergebnis anzeigen
loading